Leseproben der Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“

Die Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“, die vor 15 Jahren die Nachfolge der „Heimat“ antrat, ist bis zum Jahrgang 2012 bereits seit längerem online verfügbar:

http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN846069997

Auf seiner Webseite weist der herausgebende Verein auf dieses Angebot zwar nicht hin, stellt jedoch für die Ausgaben ab 2006 Inhaltsverzeichnisse mit einigen Texten als Leseprobe bereit:

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben.html

U.a. erhält man Zugriff auf:

Günther Bock: Ratzeburg und die Billunger – Polabien als slawisch-sächsische Kontaktregion des 11. und 12. Jahrhunderts (2015)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/122_2015/Bock.pdf

Thomas Steensen: Der Husumer und Hamburger Schriftsteller Albert Petersen (2017)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/124_2017/Steensen.pdf

 

Nicht verschwiegen werden soll, dass der Verein im September das 125-jährige Jubiläum der Zeitschrift mit einer Tagung in Sankelmark begeht.

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Zwei mittelalterliche Handschriften aus Segeberg online

Auf Archivalia  wurde vor einigen Tagen auf neue Handschriften-Digitalisate im Online-Angebot der Prager Nationalbibliothek hingewiesen. Dank des mitgelieferten Links konnte ich kurz und schnell eine Recherche durchführen, die ich bereits seit längerem im Sinn hatte. Diese ging um die Frage, ob einige der in Prag lagernden Codices aus dem früheren Augustinerchorherrenstift Segeberg (bzw. aus der Bibliothek Heinrich Rantzaus, in dessen Besitz sie nach der Reformation gelangten) inzwischen im Netz verfügbar sind.

Fazit: Bei der Suche nach „Segeberg“ im Provinienz-Feld erhält man eine Trefferliste mit acht verschiedenen Büchern.  Sechs von ihnen stammen aus der Bücherei des mittelalterlichen Stiftes. Von diesen sechs Bänden lassen sich wiederum zwei online einsehen.

Digitalisiert ist zum einen der Codex „IX.F.10″, ein Breviarium  aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts:

http://www.manuscriptorium.com/apps/index.php?direct=record&pid=AIPDIG-NKCR__IX_F_10_____1T5MQE9-cs

Gleiches gilt für den Band mit der Signatur „VII.E.17“, eine geistlich-theologische Sammelhandschrift aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

http://www.manuscriptorium.com/apps/index.php?direct=record&pid=AIPDIG-NKCR__VII_E_17____3ZLCD13-cs

Wie die Bücher in den Besitz Heinrich Rantzaus gelangten, verrät eine Notiz im leider noch nicht digitalisierten Codex  „39.D.15“ , in dem vermerkt ist:

„Dies buech hatt der Herr Stadthalter neben etzliche andere mehr ex bibliotheca Segebergensi an sich genohmen und dafür die tomos operum doct. Martini Lutheri in die Kirche zu Segeberge gegeben anno 1583 aetatis suae 58. Hinrich Rantzow m. p.“

Eine Digitalisierung steht auch für den Band „XVI.E.21“ noch aus, welcher neben einem Rechtstext verschiedene Hebungsregister und Rechnungen des Stiftes aus dem Zeitraum 1444-1486 enthält und deswegen für die Landesgeschichte von besonderem Interesse ist.

Die Existenz des Textbestandes ist der Forschung zwar seit langem bekannt (siehe zum Codex „XVI.E.21“ etwa die Texte von Lisch in den Mecklenburgischen Jahrbüchern 1862, S. 287f.; Steffenhagen in der ZSHG 1884,  S. 303ff. oder Jellinghaus in der ZSHG 1890, S. 55ff.), dennoch steht zu hoffen, dass uns in nicht allzu ferner Zukunft alle Prager Handschriften aus Segeberg online zur Verfügung stehen werden.

Kleine Presseschau

Eine Veranstaltung zum Thema „Wikingertage und Rechtsextremismus“:

https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/rechtsextreme-und-der-wikingerkult-hakenkreuz-schild-war-kein-einzelfall-id18048421.html

„Schleswigs ältestes Haus“, die Altstadt-Apotheke am Rathausmarkt, wird 500 Jahre alt:

https://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/schleswigs-aeltestes-haus-wird-500-id18070631.html

Archäologische Ausgrabungen in Schönhagen:

https://www.shz.de/lokales/eckernfoerder-zeitung/archaeologen-bergen-2800-fundstuecke-id18061276.html

Entdeckung von Wandmalereien im Rathaus von Glückstadt:

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/prachtvolle-wandmalereien-gefunden-id18051941.html

Sonderausstellung „Gräben, Grün und Gartenkunst“ im Schloss Ahrensburg:

https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/raum-fuer-den-schlosspark-id18061781.html

Schon älteren Datums, aber sehr informativ:

Artikel über den Kieler Architekten Johann Thede (1876-1934) und seinen Nachlass im Kieler Stadtarchiv:

https://www.shz.de/lokales/ostholsteiner-anzeiger/ein-jahr-gemeindearchiv-buergermeisterin-wuerdigt-ehrenamtler-id17442666.html

Artikel zur Geschichte des Kalkabbaus bei Fissau:

https://www.shz.de/lokales/ostholsteiner-anzeiger/ein-jahr-gemeindearchiv-buergermeisterin-wuerdigt-ehrenamtler-id17442666.html

Über den „Silberschatz“ von Sylt …

… berichtet heute Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/grosser-silberschatz-auf-sylt-entdeckt-a-1169731.html

Die Pressemitteilung des Archäologischen Landesamts SH ist (freilich auch was den Auftritt der neuen Dienstherrin angeht) etwas ausführlicher:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/ALSH/_startseite/artikel/morsum.html

Ergänzung vom 26.09.2017: Auch das Blog burgerbe berichtet, berichtet Archivalia 😉

Zu früheren Ausgrabungen auf der Insel in den 1870er Jahren siehe:

Handelmann: Die amtlichen Ausgrabungen auf Sylt. 1873, 75, 77 und 1880 (1882)

https://archive.org/details/bub_gb_82BgAAAAIAAJ

 

 

Zwei Veröffentlichungen zum Kieler Universitätsjubiläum online

Burkard / Harms (Hgg.): Ceso Gramm Chilonium. Novus Holsatiae Parnassus (2015)

http://macau.uni-kiel.de/receive/macau_publ_00001115

http://d-nb.info/1108566405/34

Auge (Hg.): Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt (2015)

http://macau.uni-kiel.de/receive/macau_publ_00001089

Chilonium. Novus Holsatiae Parnassus

(Abbildung: Titelblatt der Gründungsschrift der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; via Wikimedia Commons, Lizenz: gemeinfrei)