Fehmarnscher Museumsverein wird zum Förderverein

Der „Verein zur Sammlung fehmarnscher Altertümer“ zieht sich – wie abzusehen war – aus seiner Rolle als Träger zweier Museen zurück und wird zum Förderer. Die Verwaltung der Museen und ihrer Bestände fällt damit an die Stadt Fehmarn. Die Lübecker Nachrichten berichteten:

https://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Wechsel-Stadt-uebernimmt-die-Museen-auf-Fehmarn

Man darf gespannt sein, wie und mit welchem Einsatz die Stadt diese neue Aufgabe handhaben wird.

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2 Wunschbücher online

Im vergangenen Jahr hatte ich der Bayerischen Staatsbibliothek 4 Titel als „Wunschbücher“ zur Digitalisierung vorgeschlagen. Der Antrag wurde vor einem halben Jahr im Prinzip bewilligt (s. Blog-Eintrag „Wunschbuch“-Angebot der BSB funktioniert offenbar). Inzwischen sind zwei der Vorschläge online gegangen, nämlich

Andresen: Bürger- und Einwohnerbuch der Stadt Tondern bis 1869 (1937)

http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00119671-0

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Brandt: Geistesleben und Politik in Schleswig-Holstein um die Wende des 18. Jahrhunderts (2., verb. Aufl. 1927)

http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00119561-0

 

Niederdeutsche geistliche Texte aus dem Mittelalter

Auf Archivalia wurde jüngst mehrfach auf niederdeutsche mittelalterliche Handschriften hingewiesen, die dieser Tage durch die Lübecker Stadtbibliothek digitalisiert und online gestellt wurden. Diese sowie einige andere verfügbare Bände seien Interessierten auch hier zur Einsichtnahme empfohlen. Weitere Information zu den Lübecker Titeln bietet P. Hagen: Die deutschen theologischen Handschriften der Luebeckischen Stadtbibliothek (1922), verfügbar im Internet Archive:

Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. theol. germ. 2° 1: Sammlung asketischer Traktate und legendarischer Stücke,

http://digital.stadtbibliothek.luebeck.de/viewer/resolver?urn=urn%3Anbn%3Ade%3Agbv%3A48-1-1688944

aus dem Michaeliskonvent zu Lübeck

(Meldung des Digitalisats bei Archivalia am 22.02.2019).

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Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. theol. germ. 2° 2: Passional, 1471

http://digital.stadtbibliothek.luebeck.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:48-1-1673543

ebenfalls mit Besitzvermerk des Lübecker Michaeliskonvents.

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Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. theol. germ. 4° 23: Marienleben, 1489

http://digital.stadtbibliothek.luebeck.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:48-1-803720

Als Schreiber nennt sich am Ende ein gewisser Hans Stortekare. Googelt man den Nachnamen zeigen sich verschiedene Namensträger des 15. u. 16. Jahrhunderts in Hamburg. Die Notizen zu Erwerb und Stiftung um 1500 sind weder bei Hagen noch im Handschriftencensus erwähnt. Als Namen eines Käufers lese ich „Tymme Holm“. Googelt man diesen Namen stößt man u.a. auf einen Lübecker Kaufmann (z.B. hier und hier). Eine Entstehung der Hanschrift nördlich der Elbe dürfte somit recht wahrscheinlich sein.

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Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. theol. germ. 4° 19: Sammlung verschiedener Schriften, beginnend mit der Legende der Heiligen Anna, 15. Jh.

http://digital.stadtbibliothek.luebeck.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:48-1-1657951

Enthält als Makulatur noch das Blatt einer anderen (lateinischen) Handschrift.

Der Handschriftencensus verzeichnet nur die im Band enthaltene „Apokalypse“, obgleich Hagen eine vollständige Inhaltsangabe bietet.

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Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. theol. germ. 4° 29: Sammelhandschrift (nd.) mit Schriften zur Gründung des Franziskanerordens

http://digital.stadtbibliothek.luebeck.de/viewer/!image/Mstheolgerm429/1/-/

Mit Besitzvermerk des Lübecker Michaeliskonvents und weiteren Notizen am Ende. Ferner wohl ein Fragment von anderer Hand.

(Meldung des Digitalisats bei Archivalia am 19.03.2019)

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Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. Ms. theol. 243 – Gebetsbuch, 14./15. Jh.

http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN1066663408

mit kleinen Illustrationen (s.u.).

(Metadaten-Kritik, in Bezug auf eine andere Handschrift, bei Archivalia)

goettinger_hs2

(Abbildung: Nachtigal, Kuckkuck und weitere Tiere, Detail aus der Göttinger Handschrift Cod. Ms. theol. 243)

 

Leseproben der Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“

Die Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“, die vor 15 Jahren die Nachfolge der „Heimat“ antrat, ist bis zum Jahrgang 2012 bereits seit längerem online verfügbar:

http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN846069997

Auf seiner Webseite weist der herausgebende Verein auf dieses Angebot zwar nicht hin, stellt jedoch für die Ausgaben ab 2006 Inhaltsverzeichnisse mit einigen Texten als Leseprobe bereit:

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben.html

U.a. erhält man Zugriff auf:

Günther Bock: Ratzeburg und die Billunger – Polabien als slawisch-sächsische Kontaktregion des 11. und 12. Jahrhunderts (2015)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/122_2015/Bock.pdf

Thomas Steensen: Der Husumer und Hamburger Schriftsteller Albert Petersen (2017)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/124_2017/Steensen.pdf

 

Nicht verschwiegen werden soll, dass der Verein im September das 125-jährige Jubiläum der Zeitschrift mit einer Tagung in Sankelmark begeht.