Versteckte Neuerungen auf der GSHG-Webseite

Wir bleiben beim Thema Webseiten.

Es ist ja im Prinzip erfreulich, dass die Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte auf verschiedentlich vorgebrachte Kritik am Zustand ihrer Webseite reagiert hat. Nur: Die Änderungen fallen sehr klein aus und wurden an Stellen vorgenommen, an denen zumindest ich sie nicht unbedingt vermutet hätte.

So wird die bereits vorher vorhandene Rubrik „KurZ NotierT“ offenbar seit dem vergangenen Jahr dafür genutzt, aktuelle Meldungen zu plazieren. Warum man das Ganze dann nicht auch „Aktuelles“ nennt, erschließt sich mir nicht.

Im lange auf dem Stand von 2014/15 verharrenden Bereich „Veröffentlichungen“ ist ebenfalls nachgebessert worden. Doch wurden sämtliche Nachmeldungen in der Sektion zur Zeitschrift (ZSHG) angebracht. Wer also wissen will, welche Bände in der Reihe „Quellen und Forschungen“ zuletzt erschienen sind, findet diese nicht in der Sektion „Quellen und Forschungen„, sondern, wie gesagt, in der Sektion zur Zeitschrift.

Geht man direkt in die Sektionen zu den ausgeschriebenen Preisen, z.B. zum Nachwuchspreis 2019, erscheint zwar korrekt die laufende Ausschreibung. Steuere ich aber die übergeordnete Rubrik „Preise der GSHG“ an, begegnen mir unter der Überschrift „Preise der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 2016“ (!) zwei vermeintliche Links zu den Preisausschreibungen für 2018(!), die mich dann tatsächlich zu den Ausschreibungen für 2019 führen.

Alles klar!?   Wird schon.

 

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Gildeunterlagen auf Fehmarn restauriert und übersetzt

Auf der Zusammenkunft der Dänschendorfer St. Osewald-Gilde am vergangenen Rosenmontag war man stolz auf die gelungene Restaurierung des Gildebuchs von 1665. Die Vereinigung wurde zwar bereits im 15. Jahrhundert als Bruderschaft ins Leben gerufen, doch da sich die Vorläuferbände des Buches nicht erhalten haben, ist letzteres von besonderem Wert. Am Herzen lag den Gildebrüdern auch eine Übertragung der 1665 niedergeschriebenen Statuten in heutiges Deutsch. Entsprechend erfreut nahmen sie ein Heft mit der Übersetzung entgegen.

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/historische-dokumente-11825424.html

Die Restaurierung des Gildebuchs war nur dank starker Unterstützung der lokalen Kirchengemeinde möglich. Der Gemeindebrief berichtete im Dezember.

Das Buch war für einige Zeit verschollen. Zu seiner Rückkehr in den Gildebesitz und einigen Inhalten äußerte ich mich bereits 2015 im Rundbrief des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte SH.

AUT Altmannsdorf COA

Abbildung: Wappen von Altmannsdorf (Wien) mit Attributen des Heiligen Oswald, via Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei

Weitere Digitalisate des Hansischen Geschichtsvereins

Seit meinem letzten Besuch auf der Webseite des Hansischen Geschichtsvereins sind einige Volltext-Digitalisate hinzugekommen. So stehen aus der Neuen Folge der Reihe „Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte“ nun auch vollständig online:

Band 67 – M. Lesnikov u. W. Stark (Hgg.): Die Handelsbücher des Hildebrand Veckinchusen Kontobücher und übrige Manuale (2013)

Band 68 – C. Link: Der preußische Getreidehandel im 15. Jahrhundert. Eine Studie zur nordeuropäischen Wirtschaftsgeschichte (2014)

Band 71 – A. Huang: Die Textilien des Hanseraums. Produktion und Distribution einer spätmittelalterlichen Fernhandelsware (2015)

Band 72 – H. v. Seggern: Quellenkunde als Methode. Zum Aussagewert der Lübecker Niederstadtbücher des 15. Jahrhunderts (2016)

Band 73 – R. Paulsen: Schifffahrt, Hanse und Europa im Mittelalter. Schiffe am Beispiel Hamburgs, europäische Entwicklungslinien und die Forschung in Deutschland (2016)

An anderer Stelle sind mehrere Bände des von Stuart Jenks bearbeiteten 74. Bandes – einer umfangreichen Edition der „London Customs Accounts“ (Bearbeiteter Zeitraum bislang 1400-1510) –   verfügbar. Hinter „Inhalt“ verbirgt sich hier jeweils der komplette Band.

abrufbar.

Heimat- und Museumsverein Fehmarn vor ungewisser Zukunft

Wie die Lübecker Nachrichten berichteten, sind im Verein zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer kurzfristig mehrere Vorstandsposten neu zu besetzen.

http://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Zoff-im-Heimatverein-Fehmarn-Vorsitzender-tritt-zurueck

Ergänzung v. 10.12.2018: Abgesehen vom 1. Vorsitz konnten inzwischen NachfolgerInnen für die frei werdenden Ämter gefunden werden. Die Diskussion um den künftigen Weg wird aber wohl noch weiter Fahrt aufnehmen. Eine Option scheint die Umwandlung vom Museumträger- in einen Förderverein zu sein.

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/heimatverein-vorerst-gerettet-10826622.html

Leseproben der Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“

Die Zeitschrift „Natur- und Landeskunde“, die vor 15 Jahren die Nachfolge der „Heimat“ antrat, ist bis zum Jahrgang 2012 bereits seit längerem online verfügbar:

http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN846069997

Auf seiner Webseite weist der herausgebende Verein auf dieses Angebot zwar nicht hin, stellt jedoch für die Ausgaben ab 2006 Inhaltsverzeichnisse mit einigen Texten als Leseprobe bereit:

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben.html

U.a. erhält man Zugriff auf:

Günther Bock: Ratzeburg und die Billunger – Polabien als slawisch-sächsische Kontaktregion des 11. und 12. Jahrhunderts (2015)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/122_2015/Bock.pdf

Thomas Steensen: Der Husumer und Hamburger Schriftsteller Albert Petersen (2017)

http://www.natur-und-landeskunde.de/leseproben/124_2017/Steensen.pdf

 

Nicht verschwiegen werden soll, dass der Verein im September das 125-jährige Jubiläum der Zeitschrift mit einer Tagung in Sankelmark begeht.

Kirchenhistoriker mit neuer Webseite

Der Verein für schleswig-holsteinische Kirchengeschichte hat sich von seiner früheren, äußerst kargen Webseite verabschiedet und ein einigermaßen zeitgemäßes Nachfolgemodell in Betrieb genommen:

http://vshkg.de

Vermißt wird derzeit noch eine angemessene Präsentation der Zeitschrift (Inhaltsverzeichnisse!), deren 3. Band wohl demnächst erscheinen wird.

Auch das Findbuch zum Vereinsarchiv im LASH, welches schon auf der früheren Seite nur kurz offen präsent war (aber de facto immer noch erreichbar ist), würde sich auf der neuen Präsenz gut machen.