Tagung „Beiträge zu einer Sozialgeschichte der Verwaltung in Schleswig-Holstein“ im Mai

(Überarbeitet am 18.04.2019 – Die Reihung der Vorträge wurde noch einmal geändert)

Die diesjährige Jahrestagung des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins vom 10.-12. Mai in der Akademie am See auf dem Koppelsberg bei Plön wird überwiegend im Zeichen eines laufenden AK-Projektes stehen. Letzteres trägt den Titel „Vögte, Schreiber, Kontrolleure – Beiträge zu einer Sozialgeschichte der Verwaltung in Schleswig-Holstein vom Mittelalter bis heute“ (Projektbeschreibung hier).

Den Beginn bildet am Freitag, den 10. Mai um 19:30 Uhr ein Vortrag von Günther Bock zum Thema Delegierte Herrschaft als Betätigungsfeld der Ministerialität – Überlegungen zu mittelalterlichen Eliten im nördlichen Sachsen.

Für Samstag, den 11. Mai stehen folgende Beiträge auf dem Programm:

Prof. Dr. Detlev Kraack (Plön): Georg Beyer – Rat und Sekretär Herzog Johanns von Schleswig-Holstein-Hadersleben in Flensburg (ca. 1525-1587)

Jan Wieske (Hannover): Georg und Sebastian Corper – Sekretärskarrieren und Leben eines hessischen Brüderpaars im hohen Norden (ca. 1535-1570)

Dr. Veronika Janssen (Westensee): Diener zweier Herren – Pastoren in Schleswig-Holstein zwischen Seelsorge und Homagial-Eid (17.-19. Jh.)

Prof. Dr. Martin Rheinheimer (Syddansk Universiteit, Odense): Die Ratmänner der Hallig Hooge (1627-1888).

Prof. Dr. Lars N. Henningsen (Aabenraa): Ein Haus- und Hardesvogt im „Bauernkrieg“: Johann Dietrich von Lange in Broacker 1783-1797 (Amtstätigkeit, Bauernproteste, Suspension)

Dr. Ortwin Pelc (Hamburg): Im Dienst einer kleinen Stadt: Die Angestellten Itzehoes im 19. Jahrhundert

Antonia Grage (Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit, Uni Kiel): Karrieremuster von Landräten in Schleswig-Holstein von 1950 bis 1970 – ein Werkstattbericht

Ergänzung v. 29.04.2019: Die Einladung und das Programm für die gesamte Jahrestagung liegen jetzt vor.

Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich willkommen. Der Besuch der Vorträge ist kostenlos.

Mitglieder des Arbeitskreises können sich- wie im aktuellen AK-Rundbrief angekündigt –  für die Teilnahme am gesamten Wochenende, inkl. Übernachtung und Verpflegung, beim Sprecher Detlev Kraack, anmelden.

Epitaph_Schmalfeld

Epitaph über dem 1652 eingerichteten Familiengrab des Landschreibers Conrad Schmalfeld in der Kirche zu Landkirchen auf Fehmarn (Foto: Jan Wieske)

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Urkunden derer von Plessen und derer von Bülow

Die digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern erhält derzeit eine Reihe von Zugängen aus dem Schweriner Landeshauptarchiv. Digitalisiert werden spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Urkunden der adligen Familien von Plessen und von Bülow:

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/rss?q=(DC:archive.010landeshauptarchivschwerin OR DC:archive.010landeshauptarchivschwerin.*) AND (ISWORK:true OR ISANCHOR:true)

bzw.

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/browse/-/1/-/DC:archive.010landeshauptarchivschwerin/

Einige davon betreffen auch Schleswig-Holstein, z.B.

Vicke von Bülow und sein Sohn Heinrich erteilen Johann Lüneburg, Ratmann zu Lübeck, einen Schadlosbrief für Schulden Johann von Quitzows (14.12.1438):

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPNLHSN_1_4-4_Buelow-95/1/

Die Herzöge Magnus II. und Balthasar von Mecklenburg gestatten Hartich von Bülow die Verpfändung seiner Lehngüter als Sicherheit für Schulden im Land Holstein (Ende 15. Jh.):

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPNLHSN_1_4-4_Buelow-100/1/

Vicke, Heinrich, Antonius und Christoph von Bülow verkaufen 75 Mark lübisch Rente für 1500 Mark lübisch Hauptsumme an die Vikarie der Domkirche zu Lübeck und deren Magister (17.01.1514):

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPNLHSN_1_4-4_Buelow-101/1/

Christoph von Bülow verpfändet für 1000 Mark lübisch eine jährliche Rente über 50 Mark lübisch an Dekan und Kämmerer des Martin-Kalandes zu St. Johannes auf dem Sande zu Lübeck (27.03.1535)

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPNLHSN_1_4-4_Buelow-103/1/

Levin von Bülow verpfändet für 1000 Mark lübisch eine jährliche Rente über 80 Mark lübisch an Heinrich von Anvelden (13.01.1538)

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPNLHSN_1_4-4_Buelow-104/1/

Nachlass der Königin Sophia von Dänemark (gest. 1568)

Königin Sophia von Dänemark, geborene Prinzessin von Pommern, verbrachte die letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tod am 13.05.1568 im Kieler Schloss.

Im sog. Hansborg-Archiv (heute im Reichsarchiv Kopenhagen) finden sich neben ihrem 1567 abgefaßten Testament auch zwei Listen, in dem ihre Hinterlassenschaften teilweise detailliert aufgelistet werden.

Bei der ersten Liste handelt es sich um eine erste Bestandsaufnahme am Todestag. Eine Reihe von Kisten und Laden wurde anschliessend versiegelt und offenbar erst einige Wochen später wieder geöffnet, als der Notar Hermann Sifrit (unter Aufsicht) das zweite, jedes einzelne Schmuckstück nennende Verzeichnis erstellte. Auch die gefundenen Briefe und Urkunden werden einzeln benannt – leider nicht die über 130 Bücher, die in Liste 1 erwähnt werden.