Briefausgänge der Haderslebener Kanzlei 1550-1559

Neu bei AKdigital

Hansburger Registranten. Registrierte „inländische“ Briefausgänge der Kanzlei Herzog Johanns des Älteren von Schleswig-Holstein-Hadersleben 1550-1559.

Ein Verzeichnis mit Links zu den Digitalisaten, erstellt von Jan Wieske

Die Überlieferung aus der Kanzlei Herzog Johanns des Älteren von Schleswig-Holstein-Hadersleben, zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten Quellenbeständen des 16. Jahrhunderts in Norddeutschland und Dänemark. Das „Hansborg Archiv“ befindet sich schon lange im Reichsarchiv Kopenhagen, ist jedoch im Rahmen des Großprojekts „arkivalier online“ ins Netz gestellt worden und somit im Prinzip frei zugänglich. Entsprechend verfügbar ist mit den „Lukkede breve“ auch eine zentrale Bestandseinheit. Elf Bände enthalten die im Namen Herzog Johanns ausgegangenen „inländischen“ Schreiben und zwar für dessen gesamte Herrschaftszeit (1544-1580). „Inländisch“ bedeutete, dass sich die betreffenden Briefe an Adressaten in den Herzogtümern Schleswig und Holstein richteten oder innere Angelegenheiten der Herzogtümer, vor allem natürlich das Territorium Johanns, betrafen.

Im zweiten Band Ihrer Edition „Hansborgske Registranter“ erschloss Caroline Emilie Andersen vor 70 Jahren die „inländischen“ Briefausgänge des Zeitraums 1543-1549. Mit dem vierten Band von AKdigital setzt Jan Wieske diese Arbeit für die Jahre 1550-1559 im Grundsatz fort. Die Verfügbarkeit der Quellen-Digitalisate ermöglicht es dabei neue Wege zu erproben: Knappere Inhaltsangaben, dafür jedoch mit einem direkten Link zum jeweils betreffenden Dokument.

Die Themenvielfalt der herzoglichen Korrespondenz ist äußerst groß. Das Spektrum reicht von Reichsangelegenheiten und Adelsstreitigkeiten bis hin zu Bitten einzelner Untertanen um Unterstützung in ihren Nöten und Streitigkeiten.

Eine Fortsetzung durch zwei weitere Bände ist geplant.

Das Verzeichnis steht für alle Interessierten zum freien Download bereit auf der Webseite von AKdigital, der digitalen Veröffentlichungsreihe des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins:

http://arbeitskreis-geschichte.de/akdigital/

bzw. direkt

http://arbeitskreis-geschichte.de/wp-content/uploads/2021/11/AKdigital_Bd_4_Hansburger_Registranten.pdf

Zwei neue Sammelbände als Open Access

Oliver Auge / Knut Hinrick Kollex (Hgg.): Die große Furcht. Revolution in Kiel – Revolutionsangst in der Geschichte (2021)

https://www.wachholtz-verlag.de/Wissenschaft/Open-Access/Die-grosse-Furcht-Hardcover.html

Oliver Auge / Anke Scharrenberg (Hgg.): Eutin im Barock. Kunst und Kultur am fürstbischöflichen Hof des 17. Jahrhunderts (2021)

https://www.wachholtz-verlag.de/Wissenschaft/Open-Access/Eutin-im-Barock.html

Die pdf-Fassung ist in beiden Fällen kostenlos verfügbar.

Neues von der SH-Bibliographie

Nach gut einem halben Jahrzehnt ist die Schleswig-Holsteinische Bibliographie nun wieder auf dem neuesten Stand verfügbar – der neue online-Zugriff wird von der Landesbibliothek wenigstens schon einmal in der Beta-Version angeboten:

https://bibliographie.schleswig-holstein.de/content/index.xml

Außerdem haben die Landesbibliothek und der Wachholtz-Verlag die ersten zwölf Bände der Schleswig-Holsteinischen Bibliographie (1926-1986) digitalisiert und open access ins Netz gebracht

https://www.wachholtz-verlag.de/Wissenschaft/Open-Access/Schleswig-Holsteinische-Bibliographie-Digitalprodukt-E-Book-Download.html