Berichte zu einigen Kriminalfällen der 1720er Jahre

Sivers: Falsetta Rediviva Impunita, Oder: Die jetzt Lebende und durch Ihre in kurtzer Zeit zu Hamburg, Altona, Rendsburg und Plöen, vielfältig ausgeübte Bubenstücke unter dem Nahmen Anna Sophia Losen, bekannt gewordene bißhieher aber noch ungestraffte ruchlose Ertz-Betrügerin, von welcher viele merck-würdige und fast nie erhörte Betrügereyen, auch andere böse Thaten auffrichtig entdecket, und dadurch alle rechtschaffene Leute für dieser diebischen Vettel und ihren mit der Epilepsie betriebenen losen Händeln, wohl-meynend gewarnet werden (1726)

http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN663297044

Actenmässiger Bericht von einer zu Kiel im Umbschlag 1725 ertappten Diebes-Rotte, und was es mit derselben für einen Ausgang gewonnen (1727)

http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000464500000000

[Ergänzung v. 16.05.2017 – Den Kriminalfall von 1725 behandelt ausführlich U. Danker in einem 1989 erschienenen Aufsatz: http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_04/Demokratische_Geschichte_Band_04_Essay03.pdf ]

Hartmann: Observationum Iuris Criminalis Theoretico-Practicarum Specimen Primum (1729), z.B. zum Fall der fehmarnschen Diebin Maricke Degenitz (1727/28) auf S. 47ff.

https://books.google.de/books?id=i3hJAAAAcAAJ&printsec=frontcover

https://books.google.de/books?id=L25XAAAAcAAJ&printsec=frontcover

„Extracta Protocolli in Inquisitionssachen wider Stiencke Hedewig Büllen, Carsten Büllens, Käteners in Revenstorff, zum Hoch-Adelichen Guthe Lindau gehörig, Ehefrau in puncto suppositi partus und causirten Todes ihres eigenen Kindes“, in: Academiae Caesareae-Leopoldino Carolinae Naturae Curiosorum Ephemerides II (1730), Appendix S. 163-172.

https://books.google.de/books?id=DY-ULrX_vl8C&printsec=frontcover


 

Landesgeschichtliches auf academia.edu

Empfehlenswert ist ein Blick in die Accounts von Christian Radtke, Ulrich Müller, Eicke Siegloff, Dirk Meier, Mike Belasius, Andre Dubisch, Nina Lau, Jutta Kneisel, Donat Wehner und Jan Schlürmann.

Gleich zwei Beiträge aus dem 2015 erschienenen Tagungsband „Vergessenes Burgenland Schleswig Holstein“ (Kieler Werkstücke, Reihe A, Bd. 42) lassen sich so finden, nämlich

Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein? – Die archäologische Perspective“ von Ulrich Müller, und

Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein – Die Perspektive der archäologischen Denkmalpflege“ von Ulf Ickerodt, Eike Siegloff und Claudia Mandock.

Quasi noch brandneu ist der Forschungsbericht „Wagrien im Brennpunkt der Slawenforschung“ von Ulrich Müller und Donat Wehner.

Herausgehoben seien ferner einige Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte:

Von Haithabu nach Schleswig“ von Ulrich Müller,Felix Rösch und Michaela Schimmer;

Castrum quod Slesvig villam speculator. Untersuchungen zur Möweninsel in der Schlei vor Schleswig“ von Felix Rösch und Ulrich Müller;

Klöster in Schleswig“ von Ulrich Müller;

Luxus und Lifestyle – Konzepte, Funde und Befunde am Beispiel von Schleswig“ von Ulrich Müller;

Das Graukloster in Schleswig: Königspfalz -Franziskanerkloster -Armenhaus“ von Christian Radtke;

Schleswig c. 1000-1250. Systems theory sketches for profiling urbanisation“ /“Schleswig ca. 1000 – 1250. Systemtheoretische Skizzen eines Urbanisationsprofils“ von Christian Radtke;

Lordship and Hunting in Schleswig – a sketch“ von Christian Radtke;

Die Ausgrabungen auf dem Gelände des barocken Neuwerck-Gartens von Schloß Gottorf“ von Nina Lau;

Der Gottorfer Barockgarten. Gartenarchäologie in Schleswig an der Schlei“ von Nina Rau.

Möweninsel

Möweninsel in der Schlei bei Schleswig (Urheber: Sven Hagge  – Eigenes Werk, via Wikimedia Commons,  Lizenz: GFDL oder CC BY-SA 3.0)

Ausstellung zur Annexion SHs durch Preußen vor 150 Jahren

Im Landesarchiv zu Schleswig öffnet heute die Ausstellung „Schleswig-Holstein wird preußische Provinz 1867–1920“, die bis zum  23. Februar 2018 zu sehen sein wird.

Weitere Informationen enthalten u.a. eine Online-Mitteilung des Landesarchivs oder ein Artikel bei shz.de

Aus letzterem erfährt man zudem, dass die shz-Sonderbeilage in Sachen 1867 (von Frank Jung) als E-Veröffentlichung frei verfügbar ist:

http://www.e-pages.dk/shzsonderbeilagen/223/

Beachtung verdient auch das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung mit monatlichen Vorträgen.

Kladderadatsch 1869 0338 -dessert

Karikatur aus dem Kladderadatsch, 1869, via Wikimedia Commons, Lizenz: gemeinfrei

Biographie des Hamburger Syndikus und späteren Gottorfer Kanzlers Adam Traziger

Der Hamburger Jurist und Archivar Nicolaus Wilckens veröffentlichte eine Schrift über einen der einflußreichsten Beamten im Nordelbien des 16. Jahrhunderts, der vor allem durch seine „Chronica der Stadt Hamburg“ zu großem Nachruhm errang.

Wilckens: Leben Dr. Adami Thracigeri. Nebst verschiedenen dazu gehörigen Beylagen (1722)

http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10645446-6

https://books.google.de/books?id=VhO3m9r-puwC&printsec=frontcover

Mehr über Traziger verraten u.a.:

Deutsche Biographie

Dansk Biografisk Leksikon (1. Ausgabe);

Dansk Biografisk Leksikon (2. Ausgabe) ;

oder:

G.E. Hoffmann: „Aus der Tätigkeit Adam Tratzigers als Kanzler Herzog Adolfs von Schleswig-Holstein“ aus: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 49/ 50 (1964), S. 41 – 52.

 Ein kleiner Traziger-Nachlass befindet sich im Hamburger Staatsarchiv.

Friedrichstadt: 4 Texte und ein historischer Stadtplan

Aus den Mitteilungsblättern der Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte stehen einige umfangreichere Texte online:

Jörn Norden: Religionsgemeinschaften und religiöse Toleranz in Friedrichstadt (Heft 70, 2005, 70 S.)

Jörn Norden: Schulen in Friedrichstadt seit 1624, Ein Sonderfall in der Schulgeschichte Schleswig-Holsteins (Heft 74, 2007, 259 S.)

Jörn Norden: Legenden und Wirklichkeit – eine überfällige Revision der gängigen Geschichtserzählungen über Friedrichstadt (Heft 76, 2008, 90 S.)

Sem Sutter: Friedrichstadt an der Eider, Ort einer Erfahrung religiöser Toleranz, 1621 – 1727, Übersetzung aus dem Englischen von Heike Norden (Heft 84, Diss. 1982/ übers. 2012, 272 S.)

 

Aus anderer Quelle, nämlich aus den Beständen der Bayrischen Staatsbibliothek, stammt ein schöner Stadtplan für Friedrichstadt aus dem frühen 18. Jh.:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00034414/image_2

Kleine Brunsbütteler Spuren

Der Verein für Brunsbütteler Geschichte e.V. besitzt klein-feines Internetangebot, an dem sich viele regionale Heimat- und Geschichtsvereine im Land noch ein Beispiel nehmen können. Nicht nur die Publikationsreihe „Kleine Brunsbütteler Spuren“ findet sich komplett online (14 Ausgaben seit 2007). Ebenfalls verfügbar sind eine Chronik zur Geschichte des Vereins 1958-1998 sowie die Festschrift zum Jubiläum „Brunsbüttel 725 Jahre“ aus dem Jahr 2011.

 

Ausschreibung: 10.000 € für die Geschichte des Lagers Gudendorf

„Die Initiative „Blumen für Gudendorf“, vertreten durch die Gemeinde Gudendorf, sucht im Rahmen eines wissenschaftlichen Werkvertrages eine /n Historiker/in für die Erstellung der Geschichte des Lagers Gudendorf für die Zeit vom 1. März 2017 bis 31. Dezember 2017.

Wegen der singulären Bedeutung als zentrales Lager in Schleswig-Holstein für überwiegend Kriegsgefangene aus der ehemaligen Sowjetunion ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Lagergeschichte von der Errichtung bis zur Auflösung erforderlich.“

Alles Weitere auf:

http://www.hsozkult.de/searching/id/stellen-14065?title=werkvertrag-geschichte-des-lagers-gudendorf-gudendorf&q=schleswig&sort=&fq=&total=688&recno=4&subType=job

Über die Gedenkarbeit bzgl. des Lagers informiert u.a. ein Zeitungsartikel von 2015:

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/gedenkstaette-nennt-jetzt-namen-id10990171.html

 

 

Gudendorf Gesamtanlage 1

Gedenkstätte Gudendorf (Urheber: Peter Werner aus der deutschsprachigen Wikipedia; via Wikimedia Commons ; Lizenz: GFDL oder CC-BY-SA-3.0)