Google’scher Sammelband

Das Google-Book mit der ID M2czAQAAMAAJ enthält mehr als es im ersten Moment den Anschein hat, nämlich:

Seelig: Die innere Colonisation in Schleswig-Holstein vor 100 Jahren (Antrittsrede zum Rektorat Kiel 1895)

Gäde: Zur Kenntnis der Volksdichte des nordöstlichen Holstein und des Kreises Eckernförde (Diss. Kiel 1913)

Mordhorst: Der landwirtschaftliche Hypothekarkredit in Schleswig-Holstein (Diss. Tübingen 1914)

Reuter: Die ordentliche Bede der Grafschaft Holstein, bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts (Diss. Kiel 1905)

Pauls: Die holsteinischen Ämter und der Amtmann im 15. Jahrhundert (Diss. Kiel 1908)

Peters: Das föhringische Haus. Ein Beitrag zur Geschichte des volkstümlichen Wohnbaues in den friesischen Gebieten (Diss. Kiel 1913)

Hermberg: Die Bevölkerung des Kirchspiels Münsterdorf (Sonderdruck eines ZSHG-Artikels v. 1914)

Fürchtenich-Brening: Die Bodenverhältnisse des schleswig-holsteinischen Sandr-(Geest-)Gebiets und ihre Beziehungen zur Volksdichte (Diss. Kiel 1913)

Eckert: Bodenanbau und Viehstand in Schleswig-Holstein (Sonderdruck eines Artikels aus der Geographischen Zeitschrift 1908)

Coding da Vinci SH bringt viel Interessantes ins Netz

Schon als wir die Digitalisierung von „Verbecherverzeichnissen“ des 19. Jahrhunderts oder des „Schleswig-Holsteinischen Wörtbuchs“ meldeten, wurde von Open Data Manager des Landes, Jasper Zedlitz, darauf hingewiesen, dass dies Vorboten von „Coding da Vinci SH 2021“ seien.

Vor etwas mehr als einer Woche ist der regionale Ableger des „ersten deutschen Hackathons für offene Kulturdaten“ gestartet. Nähreres zum Wettbewerb allgemein ist auf der Projekt-Website zu erfahren:

Seit 2014 vernetzt Coding da Vinci technikaffine und kulturbegeisterte Communities mit deutschen Kulturinstitutionen, um das kreative Potential in unserem digitalen Kulturerbe weiter zu entfalten.

Bei Coding da Vinci haben die Teilnehmenden – im Unterschied zu klassischen Hackathons – deutlich mehr Zeit für die Entwicklung von Softwareanwendungen. Sechs bis zehn Wochen stehen dafür in der Regel zur Verfügung. Zeit, um Brücken zwischen den oft getrennten Welten kreativer Technologieentwicklung und institutioneller Kulturbewahrung zu bauen, um voneinander zu lernen und miteinander aktiv zu werden …

Die Entwicklung von Softwareanwendungen zur Nutzung „kreativen Potentials in unserem digitalen Kulturerbe“ setzt digitalisiertes Kulturerbe, gewissermaßen als Rohmaterial, voraus. Wer sich auf der jetzt laufenden Seite des Wettbewerbs umschaut, wird neben den genannten Verbrecherzeichnissen und Wörterbüchern noch eine Reihe weiterer interessanter „Datensets“ entdecken. Diese werden jeweils einzeln vorgestellt und sind unten mit einem Link zu den frei zugänglichen Dateien (Text-pdfs, Bilder etc.) versehen.

Historisch Interessierte dürften besonders angetan sein von:

Bau und Einweihung der Schleuse Bongsiel, Fotos 1914-1921 (aus dem Bestand des Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt)

Glasplattendias aus den 1920er/30er-Jahren von Eiderstedt, fotografiert von Ernst Christian Payns (aus dem Bestand des Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt)

Historische Personal- und Vorlesungsverzeichnisse der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (bereitgestellt von der UB Kiel)

Grabungsdokumentation der frühgeschichtlichen Warft Elisenhof von 1957-1964 (bereitgestellt vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie)

Stormarnsche Zeitung – Jahrgänge 1880-1903 (bereitgestellt vom Kreisarchiv Stormarn)

[über 600] Dias aus dem Archiv des Freilichtmuseums Molfsee

360-Grad-Aufnahmen aus dem Freilichtmuseum Molfsee

Schiffe, überall Schiffe: Fotos aus dem Stadtarchiv Kiel

Bildsammlung der Denkmalpflege Stormarn (Kreisarchiv Stormarn) – Die Sammlung beinhaltet 2460 Aufnahmen, die von Mitarbeitern der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Kreis Stormarn von 1975 bis 1999 fotografiert worden sind, um interessante und besondere Bauwerke sowie weitere Zeugnisse der Vergangenheit zu identifizieren.

Walk in the Past – Historische Karten aus Wedel (Stadtarchiv Wedel)

125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal: Wer baute ihn? (Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e. V.) – Mit diesem Thema beschäftigt sich auch ein vor einem halben Jahr erschienener Aufsatz von Ortwin Pelc (AK-Rundbrief 125)

[512] Historische Fotografien aus der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek

Historische Trachten und Uniformen aus dem Grafikbestand der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek

Hanse.Quellen.Lesen! (Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums)

Preußische Landesaufnahme 1878-1880 (Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein)

Dioramen aus der Sammlung Jürgen Glanz (SHMH Altonaer Museum)

(Etwas aus dem Rahmen fallen die Historischen Daten der Stadt Brunsbüttel – Eine 21 kb große Excel-Datei …)

Man darf gespannt sein, was daraus gemacht wird. Am 11. Juni ist Preisverleihung.

Die Sets bleiben, wenn ich es richtig verstanden habe, auch darüber hinaus online.

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https://codingdavinci.de/de/events/schleswig-holstein-2021