Foto-Spende für das Stadtarchiv Fehmarn

Das Stadtarchiv Fehmarn erhält 83 Aufnahmen, die der im Lande bekannte Fotograf Theodor Möller vor rund 100 Jahren auf der Insel anfertigte:

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/historische-fotografien-bereichern-stadtarchiv-7530232.html

Auf die angekündigte Ausstellung darf man gespannt sein, auch weil sich zeigen wird, wie „unbekannt und unveröffentlicht“ die Fotos in ihrer Gesamtheit tatsächlich sind. Bereits seit langem sind einige Fehmarn-Bilder, die Möller für das Landesamt für Denkmalpflege anfertigte,  über bildindex.de einsehbar (siehe z.B. Aufnahmen aus Staberdorf). Über das Portal der schleswig-holsteinischen und Hamburger Museen finden sich drei weitere Fehmarn-Bilder Möllers aus dem Bestand der Landesbibliothek. Wiederum andere Aufnahmen fanden als Illustrationen in der Zeitschrift „Die Heimat“ Verwendung (z.B. im Jahrgang 1928, S. 123ff.).

Doch ganz gleich wie bekannt oder unbekannt die Bilder letztlich auch sein mögen: die Schenkung ist auf jeden Fall ein erfreulicher Vorgang für das Stadtarchiv und seine Nutzer.

 

Hemmer Feldpost 1917/18

Den in zwei Jahrgängen erschienenen „Heimatgruß an unsere Krieger“ aus der Dithmarscher Gemeinde  hat die Berliner Staatsbibliothek digitalisiert:

http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/suche/?formquery0=PPN769006035

Von überregionalem Interesse dürfte besonders die letzte Ausgabe vom Dezember 1918 sein, in der bereits das Kriegsende mit seinen gesellschaftlichen Veränderungen reflektiert wird:

http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN770559425&PHYSID=PHYS_0055&DMDID=DMDLOG_0001

Hemme Kirche Eisernes Buch

„Eisernes Buch“ in der Hemmer Kirche (Foto: An-d (Eigenes Werk), via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Landesarchäologie vor und nach ’45: Das Beispiel A.F.W. Rust

Im derzeit neuesten Band der Archäologischen Informationen veröffentlichte Ulf Ickerodt:

„Ein notwendiger Kommentar zu Gernot Tromnaus Würdigung von Alfred Friedrich Wilhelm Rust“

http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/33554/27246

Die in der Überschrift angesprochene Würdigung erschien im Jahrbuch Stormarn 2015 (S. 48-53: „Eine notwendige Stellungnahme. Der mutige Aufsatz des Ahrensburger Archäologen Alfred Rust aus dem Jahr 1942.“) und stellt einen weiteren Beitrag zur Diskussion um Tätigkeit A. Rusts für das SS-„Ahnenerbe“ zu verstehen, die seit einigen Jahren besonders in und um Ahrensburg  geführt wird. Ickerodts Stellungsnahme hierzu enthält u.a. einen informativen Überblick über die Kontroverse, die sich an der Frage einer Wanderweg-Bennennung nach Rust entzündete. Über die Person Rusts hinaus thematisiert Ickerodt auch die Kollaborationen weiterer schleswig-holsteinischer Archäologen mit dem NS-Regime sowie die bis heute weitgehend lückenhafte Aufarbeitung dieses Themas.

Ausschreibung: 10.000 € für die Geschichte des Lagers Gudendorf

„Die Initiative „Blumen für Gudendorf“, vertreten durch die Gemeinde Gudendorf, sucht im Rahmen eines wissenschaftlichen Werkvertrages eine /n Historiker/in für die Erstellung der Geschichte des Lagers Gudendorf für die Zeit vom 1. März 2017 bis 31. Dezember 2017.

Wegen der singulären Bedeutung als zentrales Lager in Schleswig-Holstein für überwiegend Kriegsgefangene aus der ehemaligen Sowjetunion ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Lagergeschichte von der Errichtung bis zur Auflösung erforderlich.“

Alles Weitere auf:

http://www.hsozkult.de/searching/id/stellen-14065?title=werkvertrag-geschichte-des-lagers-gudendorf-gudendorf&q=schleswig&sort=&fq=&total=688&recno=4&subType=job

Über die Gedenkarbeit bzgl. des Lagers informiert u.a. ein Zeitungsartikel von 2015:

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/gedenkstaette-nennt-jetzt-namen-id10990171.html

 

 

Gudendorf Gesamtanlage 1

Gedenkstätte Gudendorf (Urheber: Peter Werner aus der deutschsprachigen Wikipedia; via Wikimedia Commons ; Lizenz: GFDL oder CC-BY-SA-3.0)