Studien von Jes Wienberg

Auf http://portal.research.lu.se sind unter anderem verfügbar:

Den gotiske labyrint. Middelalderen og kirkerne in Danmark (1993)

http://portal.research.lu.se/ws/files/5398240/1851851.pdf

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„Romanesque Round Church Towers in Scandinavia“, in: Theune / Biermann / Struwe/ Jeute (Hgg.): Zwischen Fjorden und Steppe. Festschrift für Johan Callmer zum 65. Geburtstag (2010), S. 515-521

http://portal.research.lu.se/portal/files/5400236/8034046.pdf

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„Europeanisation at the Baltic Sea. A Counterfactual Perspective“, in: Staecker (Ed.), The Reception of Medieval Europe in the Baltic Sea Region: Papers of the XIIth Visby Symposium held at Gotland (Acta Visbyensia; Vol. 12) (2009)

http://portal.research.lu.se/portal/files/5269825/4252202.pdf

 

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Burgruine Glambek jetzt öffentlich zugänglich

Und noch einmal Fehmarn: Die Burgruine Glambek kann jetzt auch aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden. Bislang stand man am einzigen, über einen Graben führenden Zugang vor einem verschlossenen Tor. Die Lübecker Nachrichten berichteten:

http://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Bugruine-Glambek-fuer-Besucher-freigegeben

(Die angebliche Erbauung im Jahr 1210 ist freilich reine Spekulation  – Quellenbelege hierfür gibt es nicht)

Abbildung: Die Burgruine Glambeck auf Fehmarn im Jahr 2010 (Urheber: VollwertBIT, via from Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Ein Abdruck des Fehmarnschen Landschaftssiegels aus dem Jahr 1428

Dieser Tage las ich erneut den 2011 veröffentlichten Aufsatz von Konrad Elmshäuser über einen in Privatbesitz wiederentdeckten, mittelalterlichen Siegelstempel der Landschaft Fehmarn.1 Elmshäuser datiert die Anfertigung des Stempels auf die Jahre vor der Eroberung Fehmarns durch das königlich-dänische Heer Erichs VII., die mit schweren Gewaltexzessen auf der Insel einherging. Der König rechtfertigte sich gegenüber späteren Anschuldigungen in dieser Sache u.a. damit dass die Fehmaraner das ehedem eine Krone zeigende Siegel durch eines mit den Zeichen seiner Gegner, der Herren von Holstein, ersetzt hätten.2 Der Gebrauch eines entsprechenden Landschaftssiegels, in dem das sog. „Nesselblatt“ (doppelt) eingearbeitet ist, läßt sich für das spätere 15. Jahrhundert durchaus nachweisen. Allerdings basieren, wie Elmshäuser ebenfalls feststellt, alle bislang bekannten Darstellungen eben jenes Siegels auf einem Abdruck aus dem Jahr 1472.3 Dass somit ein gutes halbes Jahrhundert Abstand besteht zu der blutigen Eroberung Fehmarns und den Rechtfertigungen König Erichs, könnte man vielleicht problematisieren. In diesem Zusammenhang sei daher auf die Überlieferung eines weiteren, deutlich früher erfolgten Abdrucks hingewiesen. Bereits im Jahr 1428 versahen die Vertreter der Landschaft Fehmarn ein Schreiben an die Stadt Reval mit dem auch 1472 gebrauchten Siegel. Der Abdruck ist gut erhalten und läßt sich in passabler Qualität im Internet bewundern:

http://monasterium.net/mom/EE-TLA/TallinnaMagistraat/TLA.230.1-I.586/charter?q=vemeren

1 Elmshäuser, K.: „Der spätmittelalterliche Siegelstempel der Landschaft Fehmarn: ‚hac ratione terram ipsam desolavimus’“, in: Kasten/Manke/Wurm (Hgg.): Leder ist Brot. Beiträge zur norddeutschen Landes- und Archivgeschichte. Festschrift für Andreas Röpcke. Schwerin 2011, S. 433-447.

2 Vgl. ebd., S. 446f. Zum entsprechende Quellentext siehe SRDM VII, S. 300. Das vom König angesprochene, vormalig von der Landschaft verwendete Kronen-Siegel läßt sich an zwei Urkunden aus den 1340er Jahren nachweisen, wobei es nur in einem Fall tatsächlich erhalten geblieben ist. Vgl. SHUS II, Nr. 167 ; das Siegel abgebildet bei P.B. Grandjean: Slesvigske Købstæders og Herreders Segl indtil 1660 herunder Landskabers Segl, København 1953, S. 13, Tafel 9 c (hier wiedergegeben). Von einem weiteren Abdruck von 1341 weiß man nur durch eine Beschreibung im „Odensebog“, siehe: Diplomatarium Danicum 3. R., Bd. 1, Nr. 184.

3 Vgl. Elmshäuser: Siegelstempel., S. 439f. Ergänzen ließe sich, dass das bei E. Höpner (Fehmarn. Ein freies Bauerntum in wechselvoller Geschichte: Bauerntum. Lübeck 1975, S. 97) ohne Nachweis abgedruckte Siegel aus den Jahrbüchern für die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg IX (1867) stammt. Es stammt vom Litographen C.F. Mohr (Kiel) und ist ganz am Anfang des Bandes zu finden.

Neuerscheinung zum „Kontaktraum Unterelbe“ im Mittelalter

Die Lübecker Nachrichten stellen das vor kurzem erschienene Werk „Adel, Kirche, Herrschaft – Die Unterelbe als Kontaktraum im europäischen Kontext des 10. bis 13. Jahrhunderts“ von Günther Bock vor:

http://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Neuer-Blick-auf-die-Geschichte

Günther Bock verfolgt einen spannenden, gänzlich anderen Ansatz als die traditionelle Landesgeschichtsschreibung, indem er der Chronik Helmolds von Bosau mit großer Skepsis begegnet und verstärkt familiäre Zusammenhänge von Führungsschichten in den Blick nimmt, die über Elbe, Königsau und Trave hinausreichen.

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Germania Sacra-Band zum Kloster Uetersen erschienen

Da die Veröffentlichung des Klosterbuchs für Schleswig-Holstein weiter auf sich warten läßt, ist es umso erfreulicher, dass nun Joachim Stübens  „Geschichte des Zisterzienserinnenklosters Uetersen von den Anfängen bis zum Aussterben des Gründergeschlechts (1235/37–1302)“ erschienen ist. Der – nach eigenem Bekunden – „Rekonstruktionsversuch“ enthält auch einen wertvollen Quellenanhang. Bei google-books ist (noch) eine ausführlichere Einsichtnahme möglich:

https://books.google.de/books?id=5I1uDwAAQBAJ&printsec=frontcover

Restmauer alte Klosterkirche 1238

Abbildung: Die Restmauer der alten Klosterkirche von Uetersen, heute Teil des Sockels der späteren Klosterkirche aus dem Jahr 1749 (Urheber: Huhu Uet,  via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 )