Online-Bestand der Danmarks Kunstbibliotek

Keine großen Massen, aber doch Beachtliches aus dem Bereich der früheren Herzogtümer findet sich im Online-Katalog der Danmarks Kunstbibliotek. Über die folgende, rein subjektive Auswahl hinaus lohnt insbesondere eine Sichtung der Motive aus Lübeck sowie die Architektur-Zeichnungen C.F. Hansens aus heutigen Hamburger Stadtteilen Othmarschen, Nienstedten und Blankenese. Alle Bilder lassen sich per Rechtsklick in guter Auflösung herunterladen.

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Jes Bundsen: Innenansicht der Kirche von Heiligenstedten (1821)

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000011494

Vilhelm Dahlerup (1836-1907): Taufstein in der Kirche Husby

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000012374

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Johannes Wiedewelt (1731-1802): Grabmal für Christian Aemilius Rantzau auf Gut Rastorf

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000027933

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000027934

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Gottlieb Bindesbøll: Zeichnungen zum Haus Meisenstraße 15A  – Villa Sollie – in Flensburg (1855)

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000010616

Gottlieb Bindesbøll: Zeichnungen zum Flensburger Rathaus (1852)

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000010610

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000010612

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000010611

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C.F. Hansen (1756-1845): Gutshaus Bundhorst

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000015584

C.F. Hansen: Herrenhaus Gut Kastorf

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000015594/4

C.F. Hansen: Herrenhaus Gut Rastorf

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000015644/6

C.F. Hansen: Zeichnungen Schleswiger „Irrenanstalt“

http://www.kunstbib.dk/samlinger/arkitekturtegninger/vaerker/000015645/3

Fehmarn gedenkt des von der NSDAP gestürzten Bürgermeisters C. Lafrenz

Am 4. April 1937 wurde der frühere Bürgermeister von Burg auf Fehmarn, Claus Lafrenz, nahe seiner Heimatstadt tot aufgefunden. Zum 80. Jahrestag dieses tragischen Ereignisses fand auf Fehmarn eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt, über die das Fehmarnsche Tageblatt berichtete:

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/todestag-wuerdiges-gedenken-claus-lafrenz-8099216.html

Auf der Veranstaltung sprach der Lokalhistoriker Hans-Christian Schramm, dessen Verdienst es ist, die NS-Vergangenheit der Insel erstmals in einer größeren Publikation umfassend thematisiert zu haben. Auch dass Verdienst und Schicksal des 1933 entmachteten Burger Bürgermeisters wieder zunehmend im Geschichtsbewußtsein der Insel verankert werden konnten, geht auf Schramms Initiative und Beharrlichkeit zurück.

Lafrenz hatte als Bürgermeister im Frühjahr 1933 das Hissen der Hakenkreuzfahne vor seinem Amtssitz in Burg verweigert. Auch trat er in den folgenden Monaten nicht freiwillig zurück, so dass die Nationalsozialisten für seine Absetzung mehrere Anläufe benötigten. Einige Artikel aus Zeitungen des Hamburger Raumes zeigen, dass die Affäre durchaus überregional wahrgenommen wurde (vgl. Altonaer Nachrichten /Hamburger Neueste Nachrichten v. 30.05.1933 u. 22.08.1933 ; Hamburgischer Correspondent v. 14.05.1933).

Die aus der NS-Zeit stammenden Bewertung, dass Lafrenz‘ Tod ein Selbstmord gewesen sei, wird inzwischen mehr hinterfragt, auch weil es gerade 1937 eine Reihe ungewöhnlicher Sterbefälle auf der Insel gab. Die abschließenden Worte des damaligen Burger Pastors zum Fall Lafrenz klingen zumindest vieldeutig: „Ein Ende voll düsterer Tragik! – und wie manchen noch sollte es im verflossenen Jahr auf den gleichen Weg ziehen mit dämonischer Gewalt, im Burger Kirchenspiel nicht nur, auf der ganzen Insel. Wie eine grassierende Krankheit fast war es.“ (Quelle: Trede, R.: „A.D. 1937“, in Ders.: Gruß der Burger Kirche für Stadt und Land, Jg. 12, Nr. 1 (Januar/Februar 1938), S. 2)

Claus Lafrenz (1887-1937)

Verschwunden: fehmarngenealogy.com

Die vom US-Amerikaner J. Kostick wohl über zwei Jahrzehnte betriebene Website fehmarngenealogy.com wurde offenbar vor kurzem abgeschaltet.  Der letzte Screenshot der  wayback-machine datiert vom 3. Oktober letzten Jahres. Eine erste Vermißten-Anzeige stammt dann vom 28. Dezember.

Sollte die Seite auf Dauer verschwunden sein, wäre dies für die Regionalgeschichts- und mehr noch Familienforschung zur Insel Fehmarn ein herber Verlust (auch wenn bereits seit langem keine neuen Inhalte mehr hinzukamen). Viele Links, besonders auf genealogischen Websites, werden nun ins Leere laufen.

Das Angebot der Seite umfaßte nicht nur eine umfangreiche Datenbank zu Personen und Familien, sondern darüber hinaus vielfältige Informationen zur Inselgeschichte. Ich selbst habe einst einen Text zur Auswanderung im 19. Jahrhundert und eine Zusammenstellung von Bevölkerungszahlen zur Verfügung gestellt. Beides wird hier im Blog demnächst wieder erscheinen. Doch vieles Andere wird wohl – sollte die Seite – nicht doch wieder auftauchen – für immer verloren sein.

fehmarngenealogy