Grenzfriedenshefte jetzt bis 2018 online

Das mit dem Jahrgang 2006 einsetzende Online-Archiv der „Zeitschrift für deutsch-dänischen Dialog“ reicht jetzt bis zur aktuellen Ausgabe:

https://www.ads-flensburg.de/archiv.html

 

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Neuerscheinung zum Krieg um Schleswig im 15. Jh.

In Dänemark ist mit „Danmark, Slesvig og Holsten 1404-1448“ von Markus Hedemann die längst überfällige neue Darstellung eines quasi regionalen dreißigjährigen Krieges erschienen. Spannend!

https://dsl.dk/newsitems/ny-bog

https://www.hssdj.dk/nyheder/arkiv?PID=11214&M=NewsV2&Action=1&NewsId=157

Eine schnelle Übersetzung ist dem Werk zu wünschen.

Findbücher zu Amt und Kreis Tondern

Im Rahmen des Arkivaler Online-Projekts sind auch zwei gemeinsam vom Landsarkivet for Sönderjylland und dem Landesarchiv Schleswig-Holstein (LASH) herausgegebene Findbücher zum Amt und späteren Kreis Tondern digitalisiert worden. Dies ist erwähnenswert, nicht zuletzt weil das LASH sich auf seiner  Webseite auf Links zu den Bänden 89ff. seiner Veröffentlichungsreihe (bei Hamburg University Press) beschränkt.

Amt Tondern bis 1867  = VÖ-Reihe des LASH, Nr. 73 (2001)

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17288122#215019,40601759

enthält Beschreibungen der LASH-Bestände Abt. 161 „Amt Tondern“ und Abt. 161.1 „Königlich Dänische interimistische Oberbehörde für die Westseeinsel-Inseln zu Wyk auf Föhr“

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Kreis Tondern 1867-1920 und Kreis Südtondern 1920-1950 = VÖ-Reihe des LASH, Nr. 65 (1999)

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17288124#215020,40602175

enhält Beschreibung des LASH-Bestandes Abt. 320.21 „Landrat Tondern/Südtondern“

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„Wunschbuch“-Angebot der BSB funktioniert offenbar

Vor einiger Zeit habe ich die Anregung von Klaus Graf zu einem hiesigen Post beherzigt und die Digitalisierung einiger älterer bedeutender Werke zur Landes- und Regionalgeschichte nacheinander bei verschiedenen Einrichtungen angeregt. Es ging mir vor allem um Arbeiten von Franz Gundlach, Ludwig Andresen und Otto Brandt, also von Verfassern, die vor über 70 Jahren verstorben sind (womit das Urheberrecht erloschen ist).

Die auf einer Internetseite der UB Kiel angeführte Digitalisierung on Demand entpuppte sich auf Nachfrage als ein mit Kosten für den Besteller verbundenes Angebot.

Vom Göttinger Digitalisierungszentrum erhielt ich auf meine Mail keine Antwort.

Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig reagierte freundlich und grundsätzlich aufgeschlossen, aber in der Sache unverbindlich.

Schließlich stieß ich via Archivalia auf das“Wunschbuch“-Angebot von historicum.net bzw. der Bayerischen Staatsbibliothek. Mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Formulars schlug ich am 21. September vier Werke, für welche die Voraussetzungen erfüllt waren, zur Digitalisierung vor, nämlich:

  • Andresen: Bürger- und Einwohnerbuch der Stadt Tondern bis 1869 (1937)
  • Andresen: Geschichte der Stadt Tondern bis zum Dreißigjährigen Krieg (1939)
  • Brandt: Geistesleben und Politik in Schleswig-Holstein um die Wende des 18. Jahrhunderts (2., verb. Aufl. 1927)
  • Düring: Das Siedlungsbild der Insel Fehmarn (1937)

Umgehend traf die Anwort ein, dass meine Wünsche geprüft würden.  Heute wurde mir mitgeteilt, dass die Prüfung abgeschlossen und der Arbeitsprozess, der maximal drei Monate in Anspruch nehmen könne, eingeleitet sei. Es besteht also mehr als Grund zur Hoffnung, dass die genannten Bücher demnächst digital zur Verfügung stehen.

Schon allein damit ragt für mich das „Wunschbuch“-Angebot der BSB positiv aus dem Kreis deutscher Bibliotheken und Digitalisierungszentren heraus. Der Eindruck, dass man in Sachen digitaler schleswig-holsteinischer Landesgeschichte außerhalb der Schleswig-Holsteins oft besser bedient wird, hat sich für mich hingegen nur ein weiteres Mal bestätigt.

P.S.: Die von mir im angesprochenen früheren Post als Beispiel für nach wie vor ausstehende Digitalisierungen genannte ältere Staatsbürgerliche Magazin (1821-1831) wird vom „Wunschbuch“-Angebot leider nicht erfaßt, u.a. da es im Bestand der BSB nicht vorhanden ist. Die Digitalisierer in Kiel oder Göttingen könnten bei sich hingegen leicht drauf zugreifen …

Neuerscheinung zum „Kontaktraum Unterelbe“ im Mittelalter

Die Lübecker Nachrichten stellen das vor kurzem erschienene Werk „Adel, Kirche, Herrschaft – Die Unterelbe als Kontaktraum im europäischen Kontext des 10. bis 13. Jahrhunderts“ von Günther Bock vor:

http://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Neuer-Blick-auf-die-Geschichte

Günther Bock verfolgt einen spannenden, gänzlich anderen Ansatz als die traditionelle Landesgeschichtsschreibung, indem er der Chronik Helmolds von Bosau mit großer Skepsis begegnet und verstärkt familiäre Zusammenhänge von Führungsschichten in den Blick nimmt, die über Elbe, Königsau und Trave hinausreichen.

kontaktraum-unterelbe_Titel

Germania Sacra-Band zum Kloster Uetersen erschienen

Da die Veröffentlichung des Klosterbuchs für Schleswig-Holstein weiter auf sich warten läßt, ist es umso erfreulicher, dass nun Joachim Stübens  „Geschichte des Zisterzienserinnenklosters Uetersen von den Anfängen bis zum Aussterben des Gründergeschlechts (1235/37–1302)“ erschienen ist. Der – nach eigenem Bekunden – „Rekonstruktionsversuch“ enthält auch einen wertvollen Quellenanhang. Bei google-books ist (noch) eine ausführlichere Einsichtnahme möglich:

https://books.google.de/books?id=5I1uDwAAQBAJ&printsec=frontcover

Restmauer alte Klosterkirche 1238

Abbildung: Die Restmauer der alten Klosterkirche von Uetersen, heute Teil des Sockels der späteren Klosterkirche aus dem Jahr 1749 (Urheber: Huhu Uet,  via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 )