NDR-Interview mit Heraldik-Expertin des Landesarchivs

SH-Schnack: Dr. Elke Strang – Gelb ist keine Farbe

Wenn ein Dorf ein neues Wappen haben will, kann Elke Strang vom Landesarchiv helfen. Sie berät die Gemeinden in Schleswig-Holstein.

https://www.ndr.de/wellenord/sendungen/binnenland_und_waterkant/Schleswig-Holstein-Schnack-mit-Dr-Elke-Strang,schleswigholsteinschnack114.html

 

Kaiserzeitliche Verordnungen in und um Kiel

Prütz: Sammlung der gebräuchlichsten landespolizeilichen Verordnungen für Schleswig-Holstein, sämmtlicher Local-Verordnungen für den Stadtkreis Kiel, sowie sämmtlicher polizeilichen Verordnungen für die Ortschaften Gaarden und Ellerbek im Kreise Plön, Wellingdorf, Neumühlen, Dietrichsdorf, Gaarden und Hassee im Landkreise Kiel, Holtenau, Pries, Friedrichsort und „Canalfiscalischer Gutsbezirk“ bei Holtenau im Kreise Eckernförde (1899)

http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000632500000000

Beschreibungen ehemaliger Bordesholmer Handschriften

Die heute in der UB Kiel befindlichen Codices aus dem früheren Augustiner-Chorherren-Stift Bordesholm werden in der Digitalen Bibliothek Wolffenbüttel beschrieben:

http://diglib.hab.de/?db=mss&list=issued&id=2020-02-03

(via Archivalia)

Über die Handschriften informiert allgemeiner auch der „Streifzug durch die Bordesholmer Stiftsbibliothek vom K. Schnabel:

http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/JB09_02_Schnabel_Klosterbibliothek.pdf

Am 30.09.2019 meldete die UB Kiel: „DFG fördert Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften in der Universitätsbibliothek Kiel“ – Wobei es heißt: Die zu digitalisierenden Handschriften werden […] in den nächsten zwei Jahren im Digitalisierungsportal „Digitale Bibliothek Kiel“ (Dibiki) der UB Kiel ins Netz gestellt.“

Ganze 10 Bände sind 9 Monate später im Netz zu finden, die wenigstens z.T. auch schon lange vorher digitalisiert wurden. So wurde der Kodex beispielsweise bereits 2012 digitalisiert.

 

 

 

Ende eines Denkmals in Rendsburg

Im Jahr 2009 stiftete Familienmitglieder des früheren Rendsburger Bürgermeisters Heinrich de Haan (amt. 1929-1934 u. 1950-1957) eine Büste zu dessen Andenken vor dem städtischen Rathaus. Eine Buch-Veröffentlichung des Politikers und Lokalhistorikers G. Neugebauer thematisierte 2018 de Haans Verhalten während des Nationalsozialismus, worauf es zum Streit darüber kam, ob die Ehrung Bestand haben sollte. Hierüber berichete u.a. der NDR im September 2019 (online noch verfügbar bis Herbst 2020)

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/kulturjournal/Nazi-oder-nicht-Streit-um-Gedenken-an-Buergermeister-aus-Rendsburg,kulturjournal7096.html

Die Stadt gab schließlich bei der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte (Schleswig/Flensburg) ein Gutachten in Auftrag. Der mit ähnlichen Untersuchungen erfahrene Historiker U. Danker kam zu dem Ergebnis, de Haan sei überzeugter Antisemit gewesen und der Ehrung im öffentlichen Raum nicht würdig. Ein Bericht der KN faßte Ende Mai die Ereignisse rund um die Vorstellung des Gutachtens zusammen. U.a. bat die Familie um Rückgabe der Büste:

https://www.frzph.de/fileadmin/downloads/2020-05-22__KN__Heinrich_de_Haan_war_Antisemit.pdf

Auch das gesamte Gutachten ist online verfügbar:

https://www.frzph.de/fileadmin/downloads/20200608_Finales_Gutachten_de_Haan.pdf

Am 11. Juni meldeten die KN, dass der Abbau der Büste erfolgt sei.

 

 

Berichts-Akten der Gestapo Kiel online

Im März 2019 meldete das Bundesarchiv:

„Machtzentralen nationalsozialistischen Terrors – Rückgratbestände zu Gestapo, SS, SA und der Innenverwaltung des Deutschen Reichs online recherchierbar

Die schriftliche Überlieferung des Reichssicherheitshauptamts bildet im Bundesarchiv den Bestand R 58. Als zugleich staatliche Behörde und Parteidienststelle in Form des zentralen SS-Hauptamts gelten seine schriftlichen Überreste zu Recht als Rückgratbestand für den Überlieferungsbereich „Inneres und SS“.

Im Dezember 2018 konnte die Bearbeitung der insgesamt knapp 10.000 Archivalieneinheiten (AE) abgeschlossen werden. […]

Inzwischen sind eine ganze Reihe von Akten aus dem Bestand komplett einsehbar. Darunter befinden sich mehrere Bände zur Gestapo-Dienststelle Kiel.

R 58/2041 Bd. 1 (Jan.-Juni 1936)

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/db5cf5c9-343c-4941-94a5-1d14039fd4ce/

R 58/2109 Bd. 2 (Jan 1934)

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/87cfd98b-cfac-42fb-96b6-81d501b38592/

R 58/3852 Bd. 3 (Dez. 1935 – Jan. 1936 )

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a676e3ec-14c6-41b4-a676-e2ea426db84d/

R 58/2043 Bd. 4 (Mai 1937 – Dez. 1940)

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fe9eee61-83f6-4d17-84c1-1cb11957c580/

R 58/2042 Bd. 5 (Sept. 1934 – März 1941)

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/d4eb0776-4d8d-4af4-b57b-a06315969e3b/

R 58/2039 Bd. 6 (Juni 1934 – Dez. 1935 )

https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/ea8030c2-c102-47b6-970c-a8735344753c/

Chronikbilder aus der Vergangenheit Oldenburgs in Holstein (1882)

Hollensteiner:  Aus vergangenen Tagen. Chronikbilder aus der Vergangenheit Oldenburgs in Holstein (1882)

https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:45:1-249195

(via Archivalia)

Dass die LB Oldenburg (in Oldenburg) das Buch digitalisiert hat, ist wirklich sehr erfreulich. In SH selbst läuft trotz des vor einem Jahr vorgestellten Digitalem Masterplan in Sachen Digitalisierung historischer Quellen und Literatur weiterhin nicht viel.