Kulturdenkmal auf Fehmarn „vor dem Abriss“

Die fehmarnsche Lokalpresse meldet den bevorstehenden Abriss einer Gründerzeit-Villa in Burg auf Fehmarn:
https://www.fehmarn24.de/fehmarn/fehmarn-historisches-gebaeude-ist-einsturzgefaehrdet-90975248.html

Es handelt sich um die sog. Villa Priess, die um 1900 gern als Postkartenmotiv fotografiert wurde.

Von einer Beteiligung des Denkmalschutzes ist nicht die Rede, obwohl das Gebäude in der Denkmalliste des Kreises Ostholstein (Nr. 1604) aufgeführt ist.

Man fühlt sich ein wenig an die akute Einsturzgefahr erinnert, die vor einigen Jahren eine zügige Schliessung des Krankenhauses in Burg und in der Folge einen schnellen Immobilienverkauf in Investorenhände auslöste.

Hier sind andere Investoren am Werk, die aber auch schon an anderer Stelle ihnen ganz eigene architektonische Akzente im Stadtbild hinterlassen haben. So wurde aus einem Einfamilienhaus am Stadtpark das hier:

Die Löwenköpfe, die der Investor ja erhalten will, werden sich auf einem solchen Neubau bestimmt gut machen.

Neubau und Ausgrabungen am Danewerk

Schon zum Jahreswechsel informierte der „Nordschleswiger“ über die Pläne für ein neues „Danevirke Museum“

https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-deutschland-suedschleswig/danewerk-bekommt-neues-museum

Dem „historischen Gastkrug“ Rothenkrug steht der Abriss bevor, „damit das Welterbe besser zur Geltung kommt“ – so hieß es dann Ende April.

Über neue Ausgrabungsvorhaben am Danewerk berichtete jüngst die Süddeutsche:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/archaeologie-dannewerk-archaeologische-untersuchungen-am-danevirke-museum-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210825-99-964213

Bald Geschichte – Der Rothenkrug in Dannewerk
(Bild: Urheber: Frank Vincentz, via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 )

AK-Rundbrief Nr. 127 erschienen

Rundbrief des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins 127 (August 2021)

http://rundbriefe.arbeitskreis-geschichte.de/Rundbrief_127.pdf

Diesmal u.a. mit:

Erinnerungen an Rolf Hammel-Kiesow (1949–2021) (O. Pelc)

Das „Vermegnis-Buch der Alten Frauen“ des Carl Peter Ventz – eine private Armenstiftung (V. Janssen)

Der Dorfschullehrer Christoph Ruhsert – Leben und Wirken eines passionierten Pädagogen, begeisterten Schleswig-Holsteiners und überzeugten positiven Christen (D. Kraack)

Die Bücher der Naher Brandgilde als umfangreiche Quelle für die Wirtschafts- und Sozialgeschichte (A. Fischer-Happel)

Lexikonitis in Schleswig-Holstein? (K.-J. Lorenzen-Schmidt, postum)

Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt – Veröffentlichungen 2013 bis 2021 (O.Pelc)

Hörfunk-Beitrag „400 Jahre Remonstranten in Friedrichstadt“

https://www.deutschlandfunk.de/400-jahre-remonstranten-in-friedrichstadt-freigeistige.2540.de.html?dram:article_id=500523

(via Archivalia)

Eine Übersetzung der im Beitrag erwähnten Arbeit von Sem Sutter ist online auf der Seite der Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte

Sem Sutter: Friedrichstadt an der Eider, Ort einer Erfahrung religiöser Toleranz, 1621 – 1727, Übersetzung aus dem Englischen von Heike Norden, Heft 84, 272 S.

Vollenhoven: Beiträge zur Geschichte der remonstrantisch-reformirten Gemeinde in Friedrichstadt (1849)

https://books.google.de/books?id=aIhjAAAAcAAJ&printsec=frontcover

Urkunden der Hamburger Threse – 2. Band der Regesten erschienen

Hamburgs Gedächtnis –  die Threse des Hamburger Rates.

Die Regesten der Urkunden im Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg

Herausgegeben und bearbeitet von Jürgen Sarnowsky unter Mitwirkung von Sebastian Kubon

Bd. II: 1400–1440

https://blogs.sub.uni-hamburg.de/hup/products-page/publikationen/185/

bzw.

https://hup.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2021/214/pdf/HamburgUP_Threse_1400_1440.pdf

Wie in allen mittelalterlichen Städten gewann die Schriftlichkeit im Laufe des späteren Mittelalters auch in Hamburg zunehmend an Bedeutung. Neben der Anlage verschiedener Stadtbücher wuchs der Bedarf, die Originale wichtiger Dokumente sicher aufzubewahren. Diese wurden in der sogenannten Threse gesammelt, die bald einen eigenen Bereich des sich ausbildenden städtischen Archivs ausmachte.
Obwohl der Bestand im Staatsarchiv Hamburg weitgehend vollständig überliefert ist (mit Ausnahme einiger Verluste unter anderem durch den Zweiten Weltkrieg), bildet bis heute die nach dem Brand des Hamburger Rathauses 1842 erfolgte Verzeichnung durch Johann Martin Lappenberg die Grundlage für die Arbeit mit dem Material. Eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung blieb lange ein Desiderat.
Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts an der Universität Hamburg, das nach dem Auslaufen der Förderung 2012 mit Eigenmitteln fortgesetzt wurde, entstand bis 2014 der erste Band von Regesten zu den Urkunden der Threse für die Jahre 1350 bis 1399 (https://doi.org/10.15460/HUP.143). Hiermit liegt nun der ebenfalls von der DFG geförderte zweite Band der Reihe „Hamburgs Gedächtnis — die Threse des Hamburger Rates“ für die Jahre 1400-1440 vor.

Digitalisate frühneuzeitlicher Quellen mit SH-Bezug in arcinsys.niedersachsen

Einige Beispiele:

Korrespondenz mit den Herzögen Christian und Adolf von Schleswig und Holstein betr. Pferdesendung, 1524-1554

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4765826

Steinlieferungen an Herzog Adolf von Schleswig-Holstein, 1562 – 1573

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4770827

Steinlieferungen für Herzog Adolf von Schleswig-Holstein zum Schleusenbau in den Marschlanden,1584

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4770826

Sendung von gemusterten Gardinentüchern aus Pinneberg und Hamburg. 1564

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4767173

Verhandlungen des Dietrich Will zu Pinneberg mit Goldschmied und Münzmeister, 1565

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4767184

Verzeichnis des aus Pinneberg zu sendenden Konfekts und anderer Apothekerwaren, 1566

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4767121

Bezahlung des Celler Perlenstickers Johann Ketzer durch die Amtmänner zu Pinneberg, Barmstedt und Hatzburg, 1593

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4765089