Traktate von August Giese

Die Kieler UB hat einen 1711 in Plön veröffentlichten Band mit Texten des Husumer Sekretärs August Giese (1620-1697) digitalisiert:

Augusti Giesen, weiland Raths-Verwandten und Fürstl. Gerichts-Secretarii der Stadt Husum, vier Tractaten

https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5053516

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Reichskammergerichtssachen

Über das OpenAccess-Repositum „Inter-Zwei-Dok“ ist die gesamte Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung online verfügbar (vgl. Archivalia-Meldung vom November),

darunter auch:

Wolfgang Prange: Schleswig-Holstein und das Reichskammergericht in dessen ersten fünfzig Jahren. Erweiterte und veränderte Fassung eines Vortrags vom 22. Oktober 1998 im Stadthaus am Dom zu Wetzlar (Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung, Heft 22)

https://intr2dok.vifa-recht.de//servlets/MCRFileNodeServlet/mir_derivate_00002007/RKG_Prange.pdf

Bezahlte Rechnungen 1541/42

Ein Bestand des Kopenhagener Reichsarchiv von Quittungen aus der Ära Christians III. enthält allerlei Interessantes, z.B.

die Bezahlung von Malerarbeiten in der Gottorfer Kapelle 1541 durch den Lübecker Maler Hans Kempe:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118513#279928,54193436

eine Rechnung mit vielerlei Preisen verschiedener Tuche 1542:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118513#279928,54193263

oder die Besoldung von Husumer Schiffern 1542:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118513#279928,54193341

Nachlass der Königin Sophia von Dänemark (gest. 1568)

Königin Sophia von Dänemark, geborene Prinzessin von Pommern, verbrachte die letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tod am 13.05.1568 im Kieler Schloss.

Im sog. Hansborg-Archiv (heute im Reichsarchiv Kopenhagen) finden sich neben ihrem 1567 abgefaßten Testament auch zwei Listen, in dem ihre Hinterlassenschaften teilweise detailliert aufgelistet werden.

Bei der ersten Liste handelt es sich um eine erste Bestandsaufnahme am Todestag. Eine Reihe von Kisten und Laden wurde anschliessend versiegelt und offenbar erst einige Wochen später wieder geöffnet, als der Notar Hermann Sifrit (unter Aufsicht) das zweite, jedes einzelne Schmuckstück nennende Verzeichnis erstellte. Auch die gefundenen Briefe und Urkunden werden einzeln benannt – leider nicht die über 130 Bücher, die in Liste 1 erwähnt werden.

Alles Makulatur – Teil 1

Mit diesem Beitrag möchte ich eine kleine Rubrik auf den Weg bringen, mit deren Hilfe – in loser Folge – auf mittelalterliche Handschriften hingewiesen soll, die später fragmentarisch als Einbände Verwendung fanden. Auf Fehmarn bin ich bereits mehrfach auf derartige Fälle gestoßen. Auch bei den auf arkivalieronline verfügbaren Digitalisaten kommen sie hier und da vor. Da mir  zur genaueren Bestimmung derartiger Dokumente (z.B. was das jeweilige Alter betrifft) die nötigen Fachkenntnissefehlen , sind Ergänzungen von Mitlesenden über das Kommentarfeld besonders erwünscht.

Ich beginne mit dem Einband zu einer 1598 angefertigten Reinschrift eines Verzeichnisses zum „Gemeinschaftlichen Archiv“ auf Schloss Gottorf (Bestand Reichsarchiv Kopenhagen, Rigsarkivet, Arkivskabte Hjælpemidler, Folioregistratur 41: Originalt renskrift af folioregistratur 39). Die verwendete Handschrift könnte demnach dem vorreformatorischen Buchbestand der Gottorfer Burgkapelle oder einer geistlichen Einrichtung in Schleswig entstammen.

Seite 1 „aussen“:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412520

Seite 1 „innen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412521

Seite 2 „innen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412613

Seite 2 „aussen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412614

Das Einzige, was ich beisteuern kann ist, dass sich auf Seite 1 „innen“ (linke Spalte, letzter Absatz) offenbar ein Gebet an den Heiligen Anthonius befindet

Handschrift_1_Gottorf_Detail

„Deus qui concedis obtentu beati Anthonii ..“, vgl. hier.