Lübecker Drucke aus dem 16. Jahrhundert

Folgende Drucke niederdeutscher Schriften, die offenbar um 1550 in Lübeck gedruckt wurden, finden sich in den digitalisierten Beständen der UB Tübingen. Dorthin sind sie aus dem Nachlass Ludwig Uhlands gelangt.

a) Lieder

„Dre lede volgen“ (1542)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_8/0003

„Dre lede volgen“ (1547)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_6/0003

„Eyn hübsch nye Ledt, de Eppele van Geillingen is he genanth: Im thone Idt was ein frisscher frier“ (ca. 1548)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_12/0004

„Söss Lede“ (ca. 1548) [unvollständiges Digitalisat?]

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_9/0003

„Twe lede volgen“ (ca. 1550)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_4/0003

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b) Fastnachtschriften

Bado, M.: „Clawes Bwer“ (ca. 1547)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_2/0003

„Ein gantz schöne Vastelauendes gedicht, rimes wise vthgelecht , worinne etliker Buren bedregerie yegen de Börgers klarlick vorstendiget wert“ (ca. 1547)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_1/0005

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c) Sonstiges

 

„Erzählung von dem an Johann Diaz verübten Brudermord“ (1546) [unvollständiges Digitalisat?]

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_11/0003

 

„Ein Schöne Spil, wo men böse Frouwens främ maken kann“ (ca. 1547)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_5/0003

„Eyn schön rimbökelin, worinne vele lüstige, nütte vndkünstige spröke voruatet vorvatet, welckere gantz körtwilich vnd lefflick tho lesen synt: dörch einen guden fründt, vth dem Reineken Vosse vnd andern Böken tohope gelesen“ (1548)

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/DkXI1609_3/0003

Flensburger Stadtfeldkarte von 1779

Die von Hans Jochim Jürgensen 1779  angefertigte Karte des Flensburger Stadtfeldes ist seit längerem samt Erläuterungen über die SLUB Dresden verfügbar:

http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/66355/29/

Lediglich die Karte, dafür aber nach meinem Eindruck in wesentlich besserer Auflösung, erhält man auch über die Portugiesische Nationalbibliothek:

http://purl.pt/4072/3/

Ergänzung v. 30.05.2017: Zum Flensburger Stadtfeld erschien bereits 1754 die Druckschrift „Nachricht von dem Flensburgischen Stadt-Felde, als eine Beschreibung der Stadt-Gräntzen, welche Anno 1558. von Burgermeistern und Raht und der gantzen Bürgerschafft beritten und verneuert worden; samt einem Verzeichnis der Gräntz-Steine, womit E. E. Raht und Bürgerschafft das Stadt-Feld Anno 1601 umbsetzen und bestapeln lassen ; gemeinen Nutzens halber aus der Stadt Flensburg altem Erdbuche zum Druck befordert

http://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/image/PPN885247612/1/

Rund um das Rathaus von Wilster

Erst dieser Tage wurde ich auf die Webseite des „Fördervereins Historische Rathäuser in Wilster e.V.“ aufmerksam. Neben vielfältigen Informationen zu den Vereinstätigkeiten werden verschiedene Texte zur Stadtgeschichte bereitgestellt, z.B.

700 Jahre Stadt Wilster – das Alte Rathaus (O. Neumann, 1982)

Ein noch zu hebender Schatz in der Dooseschen Bibliothek in Wilster (O. Neumann, 1973)

Die Bibliothek „Witt-Warstede“ im Alten Rathaus zu Wilster (K. Lammers, 1969)

Auszüge aus „Die Hexenprozesse von Wilster im Kontext der europäischen Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts“ (M. Koch, 1991)

 

Verwaltungsgeschichte als Alltagsgeschichte

Der 2010 veröffentlichte Aufsatz von Stefan Brakensiek mit dem Titel „Verwaltungsgeschichte als Alltagsgeschichte. Zum Finanzgebaren frühneuzeitlicher Amtsträger im Spannungsfeld zwischen Stabsdisziplinierung und Mitunternehmerschaft“ (erschienen in: Hochedlinger/Winkelbauer: Herrschaftsversdichtung, Staatsbildung, Bürokratisierung, Verfassungs- und Behördengeschichte der frühen Neuzeit. Wien 2010, S. 271-290) ist online verfügbar. Er dürfte für entsprechende Forschungen nördlich der Elbe anregend und hilfreich sein:

https://www.uni-due.de/~hg0090/pdfe/Brakensiek_Verwaltungsgeschichte%20als%20Alltagsgeschichte.pdf

2015 erschien der Sammelband „Praktiken der Frühen Neuzeit: Akteure – Handlungen – Artefakte“, der auf eine Tagung der AG Frühe Neuzeit zurückgeht. Insbesondere einige Aufsätze der Sektionen „Praktiken frühneuzeitlicher Amtsträger und die Praxis der Verwaltung“ sowie „Praktiken der Heuchelei? – Funktionen und Folgen der Inkonsistenz sozialer Praxis“ lohnen, ebenfalls berücksichtigt zu werden. Eine ausführlichere Leseprobe des Bandes bietet google-books:

https://books.google.de/books?id=WPJrDAAAQBAJ&printsec=frontcover