Neu erschienen: Abgestaubt 6

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „aus den Archiven der Nordkirche“ ist jetzt abrufbar unter:

http://www.archivnordkirche.de/files/landeskirchliches_archiv/Oeffentlichkeitsarbeit/abgestaubt/abgestaubt_06_2018.pdf

Informiert wird u.a. über das neue Archivrecht der Nordkirche („Die Bereitstellung von Archivgut und den dazugehörigen Findmitteln […] gehört zu den Aufgaben der kirchlichen Archive und darf insofern kein Anlass zur Gebührenerhebung sein.“) sowie die Rolle des Landeskirchlichen Archivs bei Einführung eines elektronischen Dokumentmanagemensystems im Landeskirchenamt.

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Alles Makulatur – Teil 1

Mit diesem Beitrag möchte ich eine kleine Rubrik auf den Weg bringen, mit deren Hilfe – in loser Folge – auf mittelalterliche Handschriften hingewiesen soll, die später fragmentarisch als Einbände Verwendung fanden. Auf Fehmarn bin ich bereits mehrfach auf derartige Fälle gestoßen. Auch bei den auf arkivalieronline verfügbaren Digitalisaten kommen sie hier und da vor. Da mir  zur genaueren Bestimmung derartiger Dokumente (z.B. was das jeweilige Alter betrifft) die nötigen Fachkenntnissefehlen , sind Ergänzungen von Mitlesenden über das Kommentarfeld besonders erwünscht.

Ich beginne mit dem Einband zu einer 1598 angefertigten Reinschrift eines Verzeichnisses zum „Gemeinschaftlichen Archiv“ auf Schloss Gottorf (Bestand Reichsarchiv Kopenhagen, Rigsarkivet, Arkivskabte Hjælpemidler, Folioregistratur 41: Originalt renskrift af folioregistratur 39). Die verwendete Handschrift könnte demnach dem vorreformatorischen Buchbestand der Gottorfer Burgkapelle oder einer geistlichen Einrichtung in Schleswig entstammen.

Seite 1 „aussen“:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412520

Seite 1 „innen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412521

Seite 2 „innen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412613

Seite 2 „aussen“

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17287446#213158,40412614

Das Einzige, was ich beisteuern kann ist, dass sich auf Seite 1 „innen“ (linke Spalte, letzter Absatz) offenbar ein Gebet an den Heiligen Anthonius befindet

Handschrift_1_Gottorf_Detail

„Deus qui concedis obtentu beati Anthonii ..“, vgl. hier.

Wolfgang Prange gestorben

Der Historiker und Archivar Wolfgang Prange ist vor einigen Tagen im Alter von 85 Jahren gestorben (siehe den bereits aktualisierten Wikipedia-Artikel mit Link zur Todesanzeige). Wohl kaum jemand hat die landesgeschichtliche Forschung in den letzten Jahrzehnten mit vielen wichtigen Arbeiten so vorangebracht wie er. Seine sprachlich äußerst präzisen und verständlichen Studien – man lese den Aufsatz über den Lübecker Vikar Johannes Gadeking (im Sammelband „Kirche, Klerus und Frömmigkeit“, 2006)   – und seine bedeutenden Quelleneditionen, mit denen er quasi im Alleingang die „Regesten und Urkunden“ der Geschichtsgesellschaft am Leben erhielt, sichern ihm ein ehrenvolles Andenken. Ich bedaure sehr, ihn nur bei seiner letzten Buchvorstellung im Jahr 2016 kurz persönlich getroffen zu haben.

Pranges Fleiß und seine Bescheidenheit werden in einem Artikel der „Schleswiger Nachrichten“  aus dem Jahr 2011 recht gut getroffen:

„Nach zehn Jahren wollte er sein Amt als Leiter des Landesarchivs aufgeben, um im selben Hause endlich wieder als ganz normaler Archivar arbeiten zu können – für weniger Geld, aber befreit von der alltäglichen Verwaltungsarbeit. Sein Wunsch wurde erfüllt, und Wolfgang Prange hat es nie bereut. Inzwischen ist er 79 Jahre alt und seit 14 Jahren pensioniert. Aber noch immer hat er ein kleines Zimmer im Landesarchiv, und er ist dort fast jeden Tag anzutreffen.“

Möge er nach einem erfüllten Leben in Frieden ruhen.

Text-Serie zu Kreisarchiven im Land

Der hier vor einiger Zeit vorgestellte Text über das Kreisarchiv Rendsburg-Eckernförde ist Teil einer ganzen Serie, die anläßlich des Jubiläums 150 Jahre Kreise in SH mit den Archiven dieser Verwaltungseinheiten beschäftigt.

Die bislang erschienenen Teile sind über die Lauenburger Seite „herzogtum-direkt“ frei zugänglich.

Teil 1: Das Gemeinschaftsarchiv Schleswig-Flensburg – Die Schwester der Kulturarbeit

Teil 2: Kreisarchiv Nordfriesland – Alles unter einem Dach

Teil 3: Gemeinschaftsarchiv Dithmarschen – Ein Archiv in 3-D

Teil 4: Kreisarchiv Rendsburg-Eckernförde – Ein Archiv im Aufbau

Teil 5: Kreisarchiv Plön – Ein Kreisarchiv macht Schule

Teil 6: Kreisarchiv Segeberg – Einer für alle und alle für Einen

Bardewick’scher Copiarius online

Gemeldet wurde vor einiger Zeit das Wiederauffinden des im 13. Jh. entstandenen „Bardewikschen Codex des Lübischen Rechts“ (AHL, Hs. 734) :

https://archivalia.hypotheses.org/55786

Eine Edition plant A. Cordes (Frankfurt a.M.):

https://www.jura.uni-frankfurt.de/42772823/Cordes

Ein Kopiar des Albrecht von Bardewick („Der Bardewick’sche Copiarius“ – AHL, Hs. 0753) ist inzwischen als pdf online:

http://www.stadtarchiv-luebeck.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3730#30382e3031x36

bzw.

http://www.stadtarchiv-luebeck.findbuch.net/pics//R.._Digitalisate._~8%20Sammlungen._~8.1%20Handschriften._~8.1_AUGIAS._~8.1_753.pdf