Dänische Gesellschaft für Zoll- und Steuergeschichte

Die Told- og Skattehistorisk Selskab unterhält auf Ihrer Seite zise.dk ein wertvolles Online-Angebot.

„Zise“ ist der Name jener Zeitschrift, die seit 1978 von der Vereinigung mit drei Nummern jährlich veröffentlicht wird. Bis zum Jahr 2017 einschließlich sind alle Ausgaben online (+ Register). Dass sich darin auch manches zur Geschichte der früheren Herzogtümer findet, liegt nahe (z.B. der Text „Tre toldere. Husumtolden 1480-1507“ von Bjørn Poulsen in der Ausgabe 1988, Nr. 3 oder die „Baggrunden for grænsetolden langs Kongeåen“ von Poul Enemark in 1997, 3).

Nicht übersehen werden sollte auch das Digitalisat der „Dansk Toldhistorisk Bibliografi“ von 1981, welches in der Rubrik „Kildemateriale“ zur Verfügung steht.

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Tagung „Beiträge zu einer Sozialgeschichte der Verwaltung in Schleswig-Holstein“ im Mai

(Überarbeitet am 18.04.2019 – Die Reihung der Vorträge wurde noch einmal geändert)

Die diesjährige Jahrestagung des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins vom 10.-12. Mai in der Akademie am See auf dem Koppelsberg bei Plön wird überwiegend im Zeichen eines laufenden AK-Projektes stehen. Letzteres trägt den Titel „Vögte, Schreiber, Kontrolleure – Beiträge zu einer Sozialgeschichte der Verwaltung in Schleswig-Holstein vom Mittelalter bis heute“ (Projektbeschreibung hier).

Den Beginn bildet am Freitag, den 10. Mai um 19:30 Uhr ein Vortrag von Günther Bock zum Thema Delegierte Herrschaft als Betätigungsfeld der Ministerialität – Überlegungen zu mittelalterlichen Eliten im nördlichen Sachsen.

Für Samstag, den 11. Mai stehen folgende Beiträge auf dem Programm:

Prof. Dr. Detlev Kraack (Plön): Georg Beyer – Rat und Sekretär Herzog Johanns von Schleswig-Holstein-Hadersleben in Flensburg (ca. 1525-1587)

Jan Wieske (Hannover): Georg und Sebastian Corper – Sekretärskarrieren und Leben eines hessischen Brüderpaars im hohen Norden (ca. 1535-1570)

Dr. Veronika Janssen (Westensee): Diener zweier Herren – Pastoren in Schleswig-Holstein zwischen Seelsorge und Homagial-Eid (17.-19. Jh.)

Prof. Dr. Martin Rheinheimer (Syddansk Universiteit, Odense): Die Ratmänner der Hallig Hooge (1627-1888).

Prof. Dr. Lars N. Henningsen (Aabenraa): Ein Haus- und Hardesvogt im „Bauernkrieg“: Johann Dietrich von Lange in Broacker 1783-1797 (Amtstätigkeit, Bauernproteste, Suspension)

Dr. Ortwin Pelc (Hamburg): Im Dienst einer kleinen Stadt: Die Angestellten Itzehoes im 19. Jahrhundert

Antonia Grage (Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit, Uni Kiel): Karrieremuster von Landräten in Schleswig-Holstein von 1950 bis 1970 – ein Werkstattbericht

Ergänzung v. 29.04.2019: Die Einladung und das Programm für die gesamte Jahrestagung liegen jetzt vor.

Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich willkommen. Der Besuch der Vorträge ist kostenlos.

Mitglieder des Arbeitskreises können sich- wie im aktuellen AK-Rundbrief angekündigt –  für die Teilnahme am gesamten Wochenende, inkl. Übernachtung und Verpflegung, beim Sprecher Detlev Kraack, anmelden.

Epitaph_Schmalfeld

Epitaph über dem 1652 eingerichteten Familiengrab des Landschreibers Conrad Schmalfeld in der Kirche zu Landkirchen auf Fehmarn (Foto: Jan Wieske)

Lebenserinnerungen H.A. Malling (1807-1893)

Heinrich August Malling – seine Biographie in Kürze findet sich im Dansk Biografisk Leksikon (2. Aufl.) – wurde 1807 in Langenfeld bei Altona geboren. Er besuchte 1820-22 das Altonaer Gymnasium und ließ sich später in Dänemark zum Juristen ausbilden. Als Beamter wirkte er vor allem in der Landschaft Stapelholm und im Amt Husum. Nach der preußischen Eroberung musste er seine berufliche Tätigkeit dort aufgeben und lebte bis zu seinem Tod 1893 als Privatmann und Schriftsteller in Kopenhagen.

Seine posthum (in dänischer Sprache) veröffentlichten Memoiren sind im Internet-Archive verfügbar:

https://archive.org/details/efterladteerindr00mall

Malling

 

Sinnsprüche in frühneuzeitlichen Akten

Ein Registrant der deutschen Kanzlei in Kopenhagen für Postausgänge des Jahres 1547 beginnt mit folgendem Eintrag:

Spruch_1547

Quelle: https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20017742#274765,52747215

Ein anderes Beispiel findet sich auf dem Titelblatt eines Abgabenregisters der Stadt Burg auf Fehmarn für das Jahr 1544. Hier wird die Übersetzung mitgeliefert („Eynem ideren hageth syn vornementh wol / Darumme ys de werlt doren foll“)

Spruch_1544

Quelle: Stadtarchiv Fehmarn Rubrica XVIII, Nr. 27

 

Rechnungsbücher des Caspar Fuchs 1538-1544

Der Jurist Caspar Fuchs stand als Sekretär in Diensten der dänischen Könige Friedrich I. und Christian III. Letzterer beauftragte ihn als Gesandter mit einer Reihe wichtiger Missionen. Dank und Wohlwollen seines Dienstherren verhalfen ihm 1540 zum Amt des Hamburger Dompropsten und sicherten ihm den Erwerb des Gutes Bramstedt (s. den Aufsatz von W. Prange in der ZSHG 1966, S. 144ff.)

Einblicke in seine staatsdienstliche Arbeit um 1540 gewähren einige Rechnungsbücher, die im Kopenhagener Reichsarchiv überliefert sind. Sie beziehen sich auf die Jahre

1538:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118521#279932,54194253

1543:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118521#279932,54194264

und 1544:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118521#279932,54194281

Ergänzung vom 11.05.2018: An anderer Stelle findet eine weitere kleine Rechnung des Caspar Fuchs für das Jahr 1541:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118513#279928,54193268