Relaunch beim Nordfriisk Instituut

Die Webseite des Nordfriisk Instituut hat sich von seiner doch deutlich in die Jahre gekommenen Gestaltung verabschiedet und präsentiert sich jetzt in zeitgemäßem Gewand.

https://www.nordfriiskinstituut.eu

In der Rubrik „Bibliothek und Archiv“ findet man zum einen die in der Einrichtung in der Einrichtung lagernden Nachlässe verschiedener Personen sowie das Archiv der 1981-2014 bestehenden Harro Harring-Gesellschaft. Die jeweils betreffenden Findbücher wurden ebenfalls online gestellt.

Außerdem sind ausgewählte ältere Buchtitel zur nordfriesischen Sprache, Geschichte und Kultur als Digitalisat verfügbar.

 

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Gildeunterlagen auf Fehmarn restauriert und übersetzt

Auf der Zusammenkunft der Dänschendorfer St. Osewald-Gilde am vergangenen Rosenmontag war man stolz auf die gelungene Restaurierung des Gildebuchs von 1665. Die Vereinigung wurde zwar bereits im 15. Jahrhundert als Bruderschaft ins Leben gerufen, doch da sich die Vorläuferbände des Buches nicht erhalten haben, ist letzteres von besonderem Wert. Am Herzen lag den Gildebrüdern auch eine Übertragung der 1665 niedergeschriebenen Statuten in heutiges Deutsch. Entsprechend erfreut nahmen sie ein Heft mit der Übersetzung entgegen.

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/historische-dokumente-11825424.html

Die Restaurierung des Gildebuchs war nur dank starker Unterstützung der lokalen Kirchengemeinde möglich. Der Gemeindebrief berichtete im Dezember.

Das Buch war für einige Zeit verschollen. Zu seiner Rückkehr in den Gildebesitz und einigen Inhalten äußerte ich mich bereits 2015 im Rundbrief des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte SH.

AUT Altmannsdorf COA

Abbildung: Wappen von Altmannsdorf (Wien) mit Attributen des Heiligen Oswald, via Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei

Inventare

Ich weiß eigentlich nicht genau warum, aber ich freue mich immer, wenn ich in den arkivalier online auf ein Inventar stoße. Leider habe ich erst relativ spät angefangen, entsprechende Links zu sammeln. Ich präsentiere im Folgenden die (überschaubare) Menge dessen, was bislang zusammen gekommen ist. Sollte ich in Zukunft auf weitere Listen stoßen, werden diese hier als Ergänzung beigefügt.

Inventar von Wertgegenständen aus dem Nachlass Herzog Adolfs VIII. 1460

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=215359#215359,41301297

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Inventar Schloss Flensburg 1473

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=279975#279975,54200570

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„Kleinodien und Geräte“ des Franziskanerklosters Flensburg 1528

Vorblatt:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20017894#275007,52790604

Auflistung:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20017894#275007,52790605

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Gottorfer Schloss nach Abzug der Königin Sophie (Witwe Friedrichs I. von Dänemark; geb. von Pommern) 1538

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20118581#279971,54200300

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Inventar Kloster Lügum , 1566

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=215539#215539,41334224

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Schloss Kiel nach dem Tod der Königin Sophie 1568

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17291154#215517,41328982

2. Inventar – Briefe und Urkunden

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=17291154#215517,41329008

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Schloss Flensburg 1571

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20141054#280147,54241560

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Gut Drenderup 1584

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20018064#275196,52829944

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Schloss Flensburg und Hof Cragelundt 1616

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20017894#275023,52794535

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Schloss Glücksburg 1624-1774

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/other/index-creator/85/193882/17291426

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Gut Buckhagen 1682

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20018307#276223,53036125

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Zeughaus auf Gottorf 1684

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?epid=20018307#276223,53036160

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Vorwerksgebäude in Apenrade 1704-1708

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=215736#215736,41361219

mit Register:

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=215736#215736,41361326

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Inventar Mützen- und Strumpffabrik Tondern 1783-1802

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=35256#35256,4815210

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Stadt Tondern 1815-1840

https://www.sa.dk/ao-soegesider/da/billedviser?bsid=39016#39016,5582693

 

Burgruine Glambek jetzt öffentlich zugänglich

Und noch einmal Fehmarn: Die Burgruine Glambek kann jetzt auch aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden. Bislang stand man am einzigen, über einen Graben führenden Zugang vor einem verschlossenen Tor. Die Lübecker Nachrichten berichteten:

http://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Bugruine-Glambek-fuer-Besucher-freigegeben

(Die angebliche Erbauung im Jahr 1210 ist freilich reine Spekulation  – Quellenbelege hierfür gibt es nicht)

Abbildung: Die Burgruine Glambeck auf Fehmarn im Jahr 2010 (Urheber: VollwertBIT, via from Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Knochenfunde auf Fehmarn

Am Südwestrand Fehmarns, bei Flügge, sind bei Aushubarbeiten in den vergangenen Tagen mehrfach Skelette gefunden worden (insgesamt sieben). Da schnell festgestellt wurde, dass das Alter der Knochen über 100 Jahren liegt, ist der Fall den Landesarchäologen übergeben worden. Die Fachleute sehen einen möglichen Zusammenhang mit der Seeschlacht bei Fehmarn im Jahr 1715.  Weil Flügge früher auch ein Gut in teils adligem Besitz war, sollte man vielleicht sicherheitshalber noch der Frage nachgehen, ob sich Gutsherren mit Familienangehörigen auf eigenem Besitz haben bestatten lassen.

Erste Meldung im Fehmarnschen Tageblatt:

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/skelettfunde-fluegge-10770806.html

Zweite Meldung im FT:

https://www.fehmarn24.de/fehmarn/weitere-skelette-fluegge-gefunden-10806828.html

Heute dann auch auf Spiegel online:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fehmarn-archaeologen-finden-auf-campingplatz-weitere-menschliche-skelette-a-1242224.html

 

 

Ein Abdruck des Fehmarnschen Landschaftssiegels aus dem Jahr 1428

Dieser Tage las ich erneut den 2011 veröffentlichten Aufsatz von Konrad Elmshäuser über einen in Privatbesitz wiederentdeckten, mittelalterlichen Siegelstempel der Landschaft Fehmarn.1 Elmshäuser datiert die Anfertigung des Stempels auf die Jahre vor der Eroberung Fehmarns durch das königlich-dänische Heer Erichs VII., die mit schweren Gewaltexzessen auf der Insel einherging. Der König rechtfertigte sich gegenüber späteren Anschuldigungen in dieser Sache u.a. damit dass die Fehmaraner das ehedem eine Krone zeigende Siegel durch eines mit den Zeichen seiner Gegner, der Herren von Holstein, ersetzt hätten.2 Der Gebrauch eines entsprechenden Landschaftssiegels, in dem das sog. „Nesselblatt“ (doppelt) eingearbeitet ist, läßt sich für das spätere 15. Jahrhundert durchaus nachweisen. Allerdings basieren, wie Elmshäuser ebenfalls feststellt, alle bislang bekannten Darstellungen eben jenes Siegels auf einem Abdruck aus dem Jahr 1472.3 Dass somit ein gutes halbes Jahrhundert Abstand besteht zu der blutigen Eroberung Fehmarns und den Rechtfertigungen König Erichs, könnte man vielleicht problematisieren. In diesem Zusammenhang sei daher auf die Überlieferung eines weiteren, deutlich früher erfolgten Abdrucks hingewiesen. Bereits im Jahr 1428 versahen die Vertreter der Landschaft Fehmarn ein Schreiben an die Stadt Reval mit dem auch 1472 gebrauchten Siegel. Der Abdruck ist gut erhalten und läßt sich in passabler Qualität im Internet bewundern:

http://monasterium.net/mom/EE-TLA/TallinnaMagistraat/TLA.230.1-I.586/charter?q=vemeren

1 Elmshäuser, K.: „Der spätmittelalterliche Siegelstempel der Landschaft Fehmarn: ‚hac ratione terram ipsam desolavimus’“, in: Kasten/Manke/Wurm (Hgg.): Leder ist Brot. Beiträge zur norddeutschen Landes- und Archivgeschichte. Festschrift für Andreas Röpcke. Schwerin 2011, S. 433-447.

2 Vgl. ebd., S. 446f. Zum entsprechende Quellentext siehe SRDM VII, S. 300. Das vom König angesprochene, vormalig von der Landschaft verwendete Kronen-Siegel läßt sich an zwei Urkunden aus den 1340er Jahren nachweisen, wobei es nur in einem Fall tatsächlich erhalten geblieben ist. Vgl. SHUS II, Nr. 167 ; das Siegel abgebildet bei P.B. Grandjean: Slesvigske Købstæders og Herreders Segl indtil 1660 herunder Landskabers Segl, København 1953, S. 13, Tafel 9 c (hier wiedergegeben). Von einem weiteren Abdruck von 1341 weiß man nur durch eine Beschreibung im „Odensebog“, siehe: Diplomatarium Danicum 3. R., Bd. 1, Nr. 184.

3 Vgl. Elmshäuser: Siegelstempel., S. 439f. Ergänzen ließe sich, dass das bei E. Höpner (Fehmarn. Ein freies Bauerntum in wechselvoller Geschichte: Bauerntum. Lübeck 1975, S. 97) ohne Nachweis abgedruckte Siegel aus den Jahrbüchern für die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg IX (1867) stammt. Es stammt vom Litographen C.F. Mohr (Kiel) und ist ganz am Anfang des Bandes zu finden.

Stormarn Lexikon online

Vor einigen Tagen ist in Stormarn ein regionales Online-Lexikon gestartet:

https://www.stormarnlexikon.de

Pressemeldung:

https://www.kreis-stormarn.de/aktuelles/pressemeldungen/2018/das-stormarn-lexikon-ist-da.html

Auf Archivalia wurden von Klaus Graf inzwischen schon Kritikpunkte genannt.

Für mich ist das Projekt für schleswig-holsteinische Verhältnisse wirklich außergewöhnlich und begrüßenswert. In einem Punkt möchte ich die Kritik jedoch ausdrücklich teilen: Die digitalen Wasserzeichen in vielen Abbildungen trüben den positiven Gesamteindruck, indem sie das „Alles meins“-Gehabe mancher Heimatforscher unangenehm in Erinnerung bringen.

Amtsarchiv Trave-Land

Für die vor allem das späte 19. und gesamte 20. abdeckenden Bestände des Amtsarchivs Trave-Land ist ein nach einem alphabetischen „Ortsindex“ sortiertes Findbuch online verfügbar:

https://www.amt-trave-land.de/amtsverwaltung/archiv/bestands-erfassung-archiv-trave-land-vers.-2017-nach-ortsindex-sortiert.pdf?cid=2l

Weitere Informationen, insbesondere zu den verschiedenen Standorten, bietet die Webseite der Einrichtung.