Neuerscheinung über NS-Einflüsse auf das kirchliche Leben in Nordschleswig

Die Arbeiten von Stefan Linck und oder auch das hier kürzlich gemeldete Projekt von Helge-Fabian erfahren offenbar eine wertvolle Ergänzung:

https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-apenrade-tingleff-tondern-hadersleben-sonderburg-daenemark-kultur-schleswig-holstein

Bericht über eine Veranstaltung in Tingleff/Tinglev zum Erscheinen des Buches:

https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-apenrade-tingleff-tondern-hadersleben-sonderburg-daenemark-schleswig-holstein-2

Untersuchungsbericht zu Vorwürfen gegen Kinderkurheime in Timmendorfer Strand und auf Borkum (1970-1990)

Stand der Aufklärung der ursprünglich in NetzwerkB erhobenen Vorwürfe über sexuelle Gewalt und körperliche Misshandlungen in den Kinderkurheimen (St. Antonius und St. Johann in Timmendorfer Strand-Niendorf/Ostsee und Sancta Maria auf Borkum) der Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg zu Thuine – Zeitraum: 1970-1990” (PDF)

(via Archivalia)

Mittelalterliches Testament eines auf Föhr bepfründeten Priesters

NLA ST Rep. 3 Zeven Nr. 123

„Testament des Pfarrers Siegfried Peine zu St. Nikolausland in der Schleswiger Diöcese“ v. 16. Mai 1426

http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1190699

„St. Nikolausland“ in der Archivbeschreibung ist Nonsens. Nicht unbedingt besser ist das „Frie-land“ im Regest der Edition (UB Kloster Zeven, Nr. 139). In der Quelle ist die Rede von der „parochialis ecclesiae sancti nicolai terre ffuer(?)“, lt. Edition: „Friee“, im Bistum Schleswig. „Terre“ deutet auf eine Insel – siehe das für Fehmarn oft verwendete „terre ymbrie“.

Dass tatsächlich wohl die Insel Föhr gemeint ist, bestätigt ein schnelles googeln, über das man gleich auf Westphalen II, Sp. 374-378 (Vgl. Nr. 310 im UB Kiel) verwiesen wird. Zweimal fungiert Sifridus Peynis demnach am 16. Oktober 1424 in Stade als Zeuge und zwar mit dem Titel eines Kirchherrn auf Föhr. Ohne Pfründenangabe taucht er – ebenfalls in Stade – schon 1421 als Zeuge auf (Westphalen II, Sp. 267-271 = UB Kiel, Nr. 287). Mehrere Einträge im Repertorium Germanicum (hier, hier und hier) zeigen Sifridus dann im Frühjahr 1427 beim Streit um eine oder zwei Stader Vikarien. Sein Tod im Laufe dieses Frühjahrs wird in Eingaben eines Gegenspielers zumindest behauptet.

Das Testament erscheint mir vor allem mit Blick auf die ausführlichen Bestimmungen zur Versorgung der „Magd“ und deren Tochter recht interessant. Wahrscheinlich handelt es sich um Frauen in Stade – oder sollte es sich vielleicht doch um Insulanerinnen gehandelt haben?

Sammelband „Schwabstedt und die Bischöfe von Schleswig (1268-1705)“

Oliver Auge/Stefan Magnussen (Hrsg.): Schwabstedt und die Bischöfe von Schleswig (1268-1705). Beiträge zur Geschichte der bischöflichen Burg und Residenz an der Treene (Kieler Werkstücke Reihe A, 58), Berlin 2021

Aus der Presseinformation der herausgebenden Abteilung für Regionalgeschichte an der CAU Kiel:

„Der Band umfasst die Beiträge eines 2018 in Schwabstedt veranstalteten Symposiums. Experten und eine Expertin aus dem In- und Ausland präsentieren aus archäologischer, historischer und kunsthistorischer Perspektive erstmals eine umfassende Bewertung der bischöflichen Burg- und Residenzgeschichte in Schwabstedt.“

Der Band ist über das Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte so gut wie komplett im Netz zu finden unter:

https://www.ufg.uni-kiel.de/de/mitarbeiterinnen/professoren/umueller/daten/2020_mueller_kelm_gesamt.pdf