Kritik am Zustand der Denkmalpflege in SH

https://www.fehmarn24.de/schleswig-holstein/bevor-der-verfall-droht-mehr-engagement-fuer-denkmalschutz-91267659.html

Ergänzung v. 2.2.22 – Bereits im Dezember titelte shz.de (vor der Bezahlschranke): „Der oberste Amtsleiter ist geschasst. Es fehlt massiv an Personal und Geld. 5640 Baudenkmäler hängen seit Jahren in einem Bearbeitungsstau. Und nachgeordneten Behörden wird mangelnde Kompetenz vorgeworfen.“

… und sofort hat man wieder die genehmigten Abrisspläne für ein Kulturdenkmal in Burg auf Fehmarn im Sinn.

Eines steht fest: Online läuft beim Landesamt bislang recht wenig. Auf Open Access bei Veröffentlichungen gibt man ebenso wenig wie beim archäologischen Pendant in Schleswig. Noch nicht einmal eine Verlinkung auf andernorts längst verfügbare Digitalisate der frühesten Inventarbände (Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz SH, hg. v. Haupt, ab 1886) ist drin.

Neues von der SH-Bibliographie

Nach gut einem halben Jahrzehnt ist die Schleswig-Holsteinische Bibliographie nun wieder auf dem neuesten Stand verfügbar – der neue online-Zugriff wird von der Landesbibliothek wenigstens schon einmal in der Beta-Version angeboten:

https://bibliographie.schleswig-holstein.de/content/index.xml

Außerdem haben die Landesbibliothek und der Wachholtz-Verlag die ersten zwölf Bände der Schleswig-Holsteinischen Bibliographie (1926-1986) digitalisiert und open access ins Netz gebracht

https://www.wachholtz-verlag.de/Wissenschaft/Open-Access/Schleswig-Holsteinische-Bibliographie-Digitalprodukt-E-Book-Download.html

Genealogie und Open Access

Lesenswerte Thesen von Klaus Graf:

https://archivalia.hypotheses.org/135797

Könnte die Zurückhaltung der Genealogen, erarbeitetes bzw. gesammeltes Wissen frei zur Verfügung zu stellen, damit zu tun haben, dass diese Gruppe gern – teilweise schon für die simple persönliche Nutzung von Archiven – zur Kasse gebeten wurde und wird? – Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Archiv, in dem ich nur durch den Nachweis wissenschaftlicher Veröffentlichungen um die Zahlung einer Nutzergebühr herumkam.

In der Auflistung von Instutionen wäre für Schleswig-Holstein noch der Arbeitskreis Volkszahl-Register (AKVZ) zu ergänzen, dessen Arbeitsgebiet dem der AGGSH ähnelt. Dass es im Land zwei Gruppen für ein Thema gibt, ist für Außenstehende nicht recht zu verstehen.

Henry I of England and family – MS Royal 14 B V, via Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei

Digitalisierung von Heimatstuben der Vertriebenen

Der schleswig-holsteinische Heimatbund versucht, beim Erhalt einer zunehmend bedrohten Art von Sammlungen zu helfen:

https://www.heimatbund.de/kultur-geschichte/725-heimatstuben-in-schleswig-holstein.html

In der Nachrichtenliste der regionalhistorischen Abteilung an der CAU Kiel heißt es dazu weiter:

„Vielen der Heimatstuben fehlen immer mehr die Mittel, Räumlichkeiten oder Organisatoren, sodass die Auflösung droht. So wurden auch der Saatziger Heimatstube die Räumlichkeiten im Eutiner Kreishaus wegen Eigenbedarf gekündigt und die Exponate machen sich Anfang Juli auf den Weg in die alte Heimat, im heutigen Polen. ­Umso schöner, dass vorher noch eine 360°-Aufnahme des Raumes gemacht wurde, sodass die Saatziger Heimatstube zumindest digital weiter begehbar bleiben wird. Die Ergebnisse der Digitalisierung werden in absehbarer Zeit auf der Webseite des Heimatbundes und im Digitalen Haus der Landesgeschichte zu sehen sein.“