Versteckte Neuerungen auf der GSHG-Webseite

Wir bleiben beim Thema Webseiten.

Es ist ja im Prinzip erfreulich, dass die Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte auf verschiedentlich vorgebrachte Kritik am Zustand ihrer Webseite reagiert hat. Nur: Die Änderungen fallen sehr klein aus und wurden an Stellen vorgenommen, an denen zumindest ich sie nicht unbedingt vermutet hätte.

So wird die bereits vorher vorhandene Rubrik „KurZ NotierT“ offenbar seit dem vergangenen Jahr dafür genutzt, aktuelle Meldungen zu plazieren. Warum man das Ganze dann nicht auch „Aktuelles“ nennt, erschließt sich mir nicht.

Im lange auf dem Stand von 2014/15 verharrenden Bereich „Veröffentlichungen“ ist ebenfalls nachgebessert worden. Doch wurden sämtliche Nachmeldungen in der Sektion zur Zeitschrift (ZSHG) angebracht. Wer also wissen will, welche Bände in der Reihe „Quellen und Forschungen“ zuletzt erschienen sind, findet diese nicht in der Sektion „Quellen und Forschungen„, sondern, wie gesagt, in der Sektion zur Zeitschrift.

Geht man direkt in die Sektionen zu den ausgeschriebenen Preisen, z.B. zum Nachwuchspreis 2019, erscheint zwar korrekt die laufende Ausschreibung. Steuere ich aber die übergeordnete Rubrik „Preise der GSHG“ an, begegnen mir unter der Überschrift „Preise der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 2016“ (!) zwei vermeintliche Links zu den Preisausschreibungen für 2018(!), die mich dann tatsächlich zu den Ausschreibungen für 2019 führen.

Alles klar!?   Wird schon.

 

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Relaunch beim Nordfriisk Instituut

Die Webseite des Nordfriisk Instituut hat sich von seiner doch deutlich in die Jahre gekommenen Gestaltung verabschiedet und präsentiert sich jetzt in zeitgemäßem Gewand.

https://www.nordfriiskinstituut.eu

In der Rubrik „Bibliothek und Archiv“ findet man zum einen die in der Einrichtung in der Einrichtung lagernden Nachlässe verschiedener Personen sowie das Archiv der 1981-2014 bestehenden Harro Harring-Gesellschaft. Die jeweils betreffenden Findbücher wurden ebenfalls online gestellt.

Außerdem sind ausgewählte ältere Buchtitel zur nordfriesischen Sprache, Geschichte und Kultur als Digitalisat verfügbar.

 

Stormarn Lexikon online

Vor einigen Tagen ist in Stormarn ein regionales Online-Lexikon gestartet:

https://www.stormarnlexikon.de

Pressemeldung:

https://www.kreis-stormarn.de/aktuelles/pressemeldungen/2018/das-stormarn-lexikon-ist-da.html

Auf Archivalia wurden von Klaus Graf inzwischen schon Kritikpunkte genannt.

Für mich ist das Projekt für schleswig-holsteinische Verhältnisse wirklich außergewöhnlich und begrüßenswert. In einem Punkt möchte ich die Kritik jedoch ausdrücklich teilen: Die digitalen Wasserzeichen in vielen Abbildungen trüben den positiven Gesamteindruck, indem sie das „Alles meins“-Gehabe mancher Heimatforscher unangenehm in Erinnerung bringen.

„Wunschbuch“-Angebot der BSB funktioniert offenbar

Vor einiger Zeit habe ich die Anregung von Klaus Graf zu einem hiesigen Post beherzigt und die Digitalisierung einiger älterer bedeutender Werke zur Landes- und Regionalgeschichte nacheinander bei verschiedenen Einrichtungen angeregt. Es ging mir vor allem um Arbeiten von Franz Gundlach, Ludwig Andresen und Otto Brandt, also von Verfassern, die vor über 70 Jahren verstorben sind (womit das Urheberrecht erloschen ist).

Die auf einer Internetseite der UB Kiel angeführte Digitalisierung on Demand entpuppte sich auf Nachfrage als ein mit Kosten für den Besteller verbundenes Angebot.

Vom Göttinger Digitalisierungszentrum erhielt ich auf meine Mail keine Antwort.

Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig reagierte freundlich und grundsätzlich aufgeschlossen, aber in der Sache unverbindlich.

Schließlich stieß ich via Archivalia auf das“Wunschbuch“-Angebot von historicum.net bzw. der Bayerischen Staatsbibliothek. Mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Formulars schlug ich am 21. September vier Werke, für welche die Voraussetzungen erfüllt waren, zur Digitalisierung vor, nämlich:

  • Andresen: Bürger- und Einwohnerbuch der Stadt Tondern bis 1869 (1937)
  • Andresen: Geschichte der Stadt Tondern bis zum Dreißigjährigen Krieg (1939)
  • Brandt: Geistesleben und Politik in Schleswig-Holstein um die Wende des 18. Jahrhunderts (2., verb. Aufl. 1927)
  • Düring: Das Siedlungsbild der Insel Fehmarn (1937)

Umgehend traf die Anwort ein, dass meine Wünsche geprüft würden.  Heute wurde mir mitgeteilt, dass die Prüfung abgeschlossen und der Arbeitsprozess, der maximal drei Monate in Anspruch nehmen könne, eingeleitet sei. Es besteht also mehr als Grund zur Hoffnung, dass die genannten Bücher demnächst digital zur Verfügung stehen.

Schon allein damit ragt für mich das „Wunschbuch“-Angebot der BSB positiv aus dem Kreis deutscher Bibliotheken und Digitalisierungszentren heraus. Der Eindruck, dass man in Sachen digitaler schleswig-holsteinischer Landesgeschichte außerhalb der Schleswig-Holsteins oft besser bedient wird, hat sich für mich hingegen nur ein weiteres Mal bestätigt.

P.S.: Die von mir im angesprochenen früheren Post als Beispiel für nach wie vor ausstehende Digitalisierungen genannte ältere Staatsbürgerliche Magazin (1821-1831) wird vom „Wunschbuch“-Angebot leider nicht erfaßt, u.a. da es im Bestand der BSB nicht vorhanden ist. Die Digitalisierer in Kiel oder Göttingen könnten bei sich hingegen leicht drauf zugreifen …

Der war gut …

Die CDU SH verkündet auf Ihrer Internetseite: „Wir werden Schleswig-Holstein zum Vorreiter der Digitalisierung machen.“.

Für ein Bundesland, dessen Landesbibliothek auf ihrer Webseite kein einziges Eigendigitalisat zugänglich machen kann, dessen Landesbibliographie seit geraumer Zeit auf dem Stand von 2015 verharrt und aus dessen Landesarchiv man Archivalien im Netz vergeblich sucht, ist dies eine geradezu absurde Ansage. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man nicht mehr voller Neid nach Mecklenburg-Vorpommern blicken muß.

Nordkirche nach ’45 – Materialien

Die Seite „nordkirche-nach45.de“ begleitet die Wanderausstellung zum Umgang mit der NS-Zeit in den nordelbischen Landeskirchen, über die auch hier (indirekt) bereits berichtet wurde. Das Angebot umfaßt eine Vielzahl an Informationen und Texten, wobei die Unter-Rubrik „Vorträge, Reden und Predigten“ von Interessierten keineswegs übersehen werden darf:

https://www.nordkirche-nach45.de/medien-links-und-materialien/vortraege-und-predigten.html

Zu finden sind u.a.:

 

EU-DSGVO-Hysterie

Der Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung hat seine Seite auf dem Vereinsportal von genealogy.net vorübergehend vom Netz genommen:

„Wegen der neuen Datenschutzbestimmungen ist diese Homepage vorübergehend nicht erreichbar um abmahnwütigen Anwälten keine Angriffspunkte zu geben. Wir bitten um etwas Geduld.“

Hoffentlich muß man nicht soviel Geduld aufbringen, wie in anderen Fällen.