Wolfgang Prange gestorben

Der Historiker und Archivar Wolfgang Prange ist vor einigen Tagen im Alter von 85 Jahren gestorben (siehe den bereits aktualisierten Wikipedia-Artikel mit Link zur Todesanzeige). Wohl kaum jemand hat die landesgeschichtliche Forschung in den letzten Jahrzehnten mit vielen wichtigen Arbeiten so vorangebracht wie er. Seine sprachlich äußerst präzisen und verständlichen Studien – man lese den Aufsatz über den Lübecker Vikar Johannes Gadeking (im Sammelband „Kirche, Klerus und Frömmigkeit“, 2006)   – und seine bedeutenden Quelleneditionen, mit denen er quasi im Alleingang die „Regesten und Urkunden“ der Geschichtsgesellschaft am Leben erhielt, sichern ihm ein ehrenvolles Andenken. Ich bedaure sehr, ihn nur bei seiner letzten Buchvorstellung im Jahr 2016 kurz persönlich getroffen zu haben.

Pranges Fleiß und seine Bescheidenheit werden in einem Artikel der „Schleswiger Nachrichten“  aus dem Jahr 2011 recht gut getroffen:

„Nach zehn Jahren wollte er sein Amt als Leiter des Landesarchivs aufgeben, um im selben Hause endlich wieder als ganz normaler Archivar arbeiten zu können – für weniger Geld, aber befreit von der alltäglichen Verwaltungsarbeit. Sein Wunsch wurde erfüllt, und Wolfgang Prange hat es nie bereut. Inzwischen ist er 79 Jahre alt und seit 14 Jahren pensioniert. Aber noch immer hat er ein kleines Zimmer im Landesarchiv, und er ist dort fast jeden Tag anzutreffen.“

Möge er nach einem erfüllten Leben in Frieden ruhen.

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